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Hafenmuseum Hamburg | 31.10.2019 Beginn: 10:00 bis 18:00 Uhr

Tag der Reformation. Open Ship des Seenotrettungsschiffes SEA EYE

Ertrinkende suchen und retten

Täglich begeben sich verzweifelte Menschen auf den lebensgefährlichen Weg über das Meer. Tausende sind bereits ertrunken. An diese humanitäre Katastrophe erinnert die Sea-Eye. Einst als Fischkutter »Sternhai« auf den Weltmeeren unterwegs, fuhr sie von 2016 – 2018 im Mittelmeer als Rettungsschiff der NGO Sea-Eye e.V. Rund 400 Freiwillige bewahrten knapp 12.000 Schiffbrüchige vor dem Ertrinken. Das Schiff, das für die Seenotrettung nicht mehr geeignet ist, liegt jetzt in Hamburg und dient nun als Erinnerungs-, Dokumentations- und Veranstaltungsort ThinkBoat. 

Zum Tag der Reformation ist das Schiff im Hafenmuseum zu Gast. Besucher können sich im Gespräch mit der Besatzung ein eigenes Bild zur Seenotrettung im Mittelmeer machen.

10 Uhr bis 18 Uhr
Besichtigung und Führungen über das Schiff


12 Uhr bis 13 Uhr
Eröffnung der Fotoausstellung von Daniel Kempf-Seifried 


15 Uhr
Andacht mit Pastorin Corinna Schmidt (Ökumenisches Forum HafenCity) und Bischof Michael Wüstenberg

Über SEA EYE:

Der Regensburger Unternehmer Michael Buschheuer hat das Schiff im Herbst 2015 zum Einsatz in der Seenotrettung gekauft und bis Januar 2019 dem von ihm gegründeten und geleiteten Verein Sea-Eye e.V. zum Betrieb überlassen. Das Schiff wurde von Herbst 2015 bis Februar 2016 in Rostock auf seinen Einsatz vorbereitet, getauft und verabschiedet. Im Laufe seines etwa zweijährigen Einsatzes konnten die Crews mit dem Schiff fast 12.000 Menschen aus dem Wasser retten, erstversorgen und in ihrem Leben gesichert an Marineschiffe übergeben. Aufgrund der veränderten Bedingungen durch den politischen Druck der europäischen Staaten wurde die Sea-Eye schließlich 2019 von der Seenotrettung zurückgezogen, denn Schiffe dieser Größe waren nur für Search & Rescue (SAR), nicht aber für den Transport der Geretteten vorgesehen. Dies aber machen die Behörden nunmehr den privaten Seenotrettern zur Bedingung. Der Sea-Eye e.V. fährt jetzt mit dem weitaus größeren Schiff “Alan Kurdi” auf Rettungseinsatz. Im Frühsommer 2019 brachte eine Crew von freiwilligen Helfern die Sea-Eye nach Deutschland zurück, zunächst in den City Sporthafen Hamburg, dann in den Museumshafen Harburg, wo der Kutter seit 28. Juli lag.