Bismarck_Denkmal_Hamburg, Foto Kärcher

Hamburg dekolonisieren!

Initiative zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt

 

Hamburg war ein Knotenpunkt der deutschen Kolonialpolitik. Die Stadt hat sich im Jahr 2014 offiziell zu diesem Erbe bekannt und auf den Weg in eine tiefgehende Auseinandersetzung gemacht. Unter dem Titel „Hamburg dekolonisieren!“ wird die Stiftung Historische Museen Hamburg in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien in einer Reihe von Teilprojekten und Formaten die Fragestellungen aktueller Debatten aufgreifen und so ein Forum für Aktivitäten und breiten Austausch schaffen.

Bismarck neu denken

Internationaler offener Ideenwettbewerb zur Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals im alten Elbpark in Hamburg

Memory in Motion

Transnationales Arbeitsnetzwerk zum Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus in Deutschland

Bis heute fehlt in Deutschland ein angemessener Erinnerungsort für das Gedenken an und die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus und seinen Folgen. Im Koalitionsvertrag des Bundes ist festgeschrieben, „ein Konzept für einen Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus“ zu entwickeln. Als ein Teilvorhaben des Gesamtprojektes „Hamburg dekolonisieren!“ hat es die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien übernommen, die Diskussion um einen solchen Erinnerungsort in Deutschland mit anzustoßen. Vom 26. bis 28. Januar 2023 findet nun in Hamburg unter dem Titel „Memory in Motion“ ein international besetztes Symposium statt, das erste Ideen für einen solchen Ort entwickeln soll. Gemeinsam mit dem Beirat zur Dekolonisierung Hamburgs und in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung / bpb, Decolonize Berlin e.V., Dekoloniale - Erinnerungskultur in der Stadt und der Stiftung Stadtmuseum 

Berlin hat die SHMH zu „Memory in Motion“ etwa 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft zu dem Auftakttreffen eingeladen. Geplant ist, mit „Memory in Motion“ ein längerfristig arbeitendes Netzwerk zu gründen. Ziel des Netzwerks ist es, bis Ende 2023 in Abstimmung mit weiteren Städten und Bundesländern die Debatte über einen zentralen oder dezentralen „Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus“ zu befördern und hierbei auch internationale Stimmen einzubeziehen.

Kontakt

Mèhèza Kalibani

Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart

Stiftung Historische Museen Hamburg

Holstenwall 24

20355 Hamburg

Tel: +4940428131176

meheza.kalibani@stab.shmh.de

Nana A. Asafu-Adjei

Projektassistenz für die Dekolonisierung Hamburgs

Stiftung Historische Museen Hamburg

Holstenwall 24

20355 Hamburg

Tel: 040 428 131 179

nana.asafu-adjei@stab.shmh.de

„Hamburg dekolonisieren! Initiative zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt“ ist ein Projekt der Stiftung Historische Museen Hamburg in Kooperation mit und gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.