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Wikipedia im Museum

Hamburgs Baugeschichte und „Taktgeber Hafen“ per QR-Code auf Wikipedia entdecken

Im Museum für Hamburgische Geschichte stehen seit Herbst 2012 Infotafeln mit QR-Codes zur Erkundung von Ausstellungsobjekten zur Verfügung. Alle Smartphone-Nutzer können sich per Code-System QRpedia mit Wikipedia verlinken und sich digital über Hamburgs Geschichte informieren. Abrufbar sind Artikel zu einzelnen Sammlungsstücken, die in die Fassaden und Räume des Museums eingearbeitet wurden sowie zu Exponaten in der jüngst eröffneten Ausstellung „Taktgeber Hafen – Hamburgs Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert“.

Das Museum für Hamburgische Geschichte, das von Fritz Schumacher entworfen und 1914-1922 gebaut wurde, war von Anfang an als kein „gewöhnlicher“ Museumsbau, in dem Exponate nur gezeigt werden, geplant. Schumacher und der damalige Museumsdirektor Otto Lauffer ließen im Neubau besondere Fragmente des alten, heute im Stadtbild nicht mehr vorhandenen Hamburgs verbauen. Um diese integrierten Bauteile besser verstehen zu können, haben die Wikipedia-Autoren im Rahmen der GLAM-Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte zahlreiche Artikel verfasst und mehrsprachig übersetzt, Fotos in der Ausstellung erstellt und Bildmaterial aus der Sammlung in Wikipedia integriert. Zu den Objekten sind nun auf Wikipedia Fotografien, Grafiken und Informationen zu den ursprünglichen Gebäuden abrufbar. Über digitale Karten wird zudem der ehemalige Standort von Gebäuden wie dem Alten Rathaus, dem Bauhof oder Häusern der Deichstraße angezeigt. Ebenfalls wurden in der ständigen Ausstellung “Taktgeber Hafen” ausgewählte Objekten mit Codes, die Zusatzinformationen auf Wikipedia bieten, bestückt.

Hintergrundinformationen können so mit Hilfe des freien Online-Lexikons auch für fremdsprachige Besucher von großem Nutzen sein - wird der Code gescannt, zeigt das Gerät den entsprechenden Wikipedia-Artikel in der eingestellten Sprache an.

Mehr Informationen erfahren Sie auf der Website des Projekts bei Wikipedia.

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Fensterumrahmung im Museum für Hamburgische Geschichte
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Außenansicht des Neuer Wandrahm 10. Deutlich zu erkennen: die steinerne Girlande und das Portal (unten rechts). Foto: Georg Koppmann, 1884
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QR-Codes in der Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte
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QR-Code zur Projektseite "Wikipedia: Museum für Hamburgische Geschichte /QRpedia

GLAM-Kooperation

Seit 2011 besteht eine GLAM-Kooperation zwischen dem Museum für Hamburgische Geschichte und der Wiki-Community, das heißt aktiven Autoren auf Wikipedia, Wikimedia Commons und/oder anderen Wikimedia Projekten.

GLAM steht für “Galleries, Libraries, Archives and Museums” und bezieht sich auf Kooperationen zwischen kulturellen Institutionen und der Wikimedia-Community. Die Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte ist die erste GLAM-Kooperation in Deutschland. Absicht ist es, die Sammlungs- und Ausstellungsobjekte des Museums über Wikipedia und Wikimedia Commons in Schrift und Bild digital zugänglich zu machen. Die Einbindung der deutschsprachigen und internationalen Wiki-Community ist Kernbestandteil des Gesamtkonzeptes. In mehreren Veranstaltungen und Teilprojekten soll Interessierten die Möglichkeit gegeben werden sich aktiv zu engagieren.

Zur Projektseite der Kooperation auf Wikipedia

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„Wachgeküsst“ auf Wikimedia Commons

Bildmaterial zur Sonderausstellung „Wachgeküsst - Die Wiederentdeckung eines hanseatischen Landhauses (1830-1909)“ auf Wikimedia Commons

Das Museum für Hamburgische Geschichte veranstaltete von April bis Dezember 2010 die große öffentliche Restaurierungsschau „Wachgeküsst - Die Wiederentdeckung eines hanseatischen Landhauses (1830-1909)“. Auf mehreren hundert Quadratmetern wurde das Interieur einer klassizistischen Villa aus Hamburg-Hamm aus der Zeit um 1830 präsentiert. Das mehrmonatige Projekt ermöglichte den Besuchern einen umfangreichen Blick hinter die Kulissen der Museumswelt und in die verschiedenen Arbeitsbereiche von Restauratoren. Begleitend wurde neben der kunst- und kulturgeschichtlichen Bedeutung der Raumausstattung auch die Geschichte Hamburgs und seines Stadtteils Hamm im 19. Jahrhundert erzählt. Dabei ging es auch um die Lebensweisen und Biografien der mit dem Haus verbundenen Menschen. Geschildert wurde ebenfalls das denkmalpflegerische Engagement des Museums zum Erhalt des wertvollen historischen Bestandes.

Über 300 Bilddateien der Ausstellung, darunter das Interieur der Villa, historische Fotografien, Grafiken sowie restauratorische Arbeitsfotos sind über Wikimedia Commons zugänglich und können mittels einer freien Creative Commons Lizenz genutzt werden.

‘Wachgeküsst’ bei Wikipedia

Bilder der Ausstellung bei Wikimedia Commons

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Studentinnen der HAW Hildesheim, Fachbereich Konservierung und Restaurierung rollen ein großes Tapetenfragment aus dem Musikzimmer des Landhauses Rücker aus.
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Blick in die Werkstatt der Holzrestaurierung der Ausstellung „wachgeküsst“. Foto: Britta Willig
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Ein großer Glastisch mit darunter installierten Leuchten ermöglicht das Erkennen von Fehlstellen im Durchlicht.
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Stefanie Gatzke (Hamburger Praxisjahr Restaurierung; Restaurierungsteam „wachgeküsst“) kontrolliert die Abnahme eines Überzugs mit Lösemitteln am Technoskop.

Digitale Tür zu verborgenen Schätzen

Eine Auswahl unbekannter Sammlungen des Museums auf Wikimedia Commons

Museen sind Speicher des Wissens. Seit über hundert Jahren werden im Museum für Hamburgische Geschichte unterschiedlichste Objekte und Informationen zur Geschichte der Stadt Hamburg zusammengetragen, weiter erforscht und bewahrt. Im Archiv des Museums und in der Bibliothek werden Berichte, Aufsätze oder auch Forschungsartikel bewahrt, während sich in den Magazinen des Museums rund 500.000 Sammlungsobjekte als Zeugnisse der Geschichte befinden.

Zugang zu diesem Wissensspeicher war in der Vergangenheit eher Forschenden vorbehalten, Einblicke in die Vielfalt der Bestände konnte der Besucher nur durch die Ausstellungen und Publikationen des Hauses gewinnen. Seit 2008 erfolgt eine digitale Erfassung der Sammlungsobjekte. Rund 140.000 Objekte konnten bisher neu erschlossen und digitalisiert werden.

Eine kleine Auswahl der meist völlig unbekannten und dennoch auch hochrangigen Sammlungen des Hauses findet sich nun auf Wikimedia Commons. Zu sehen sind Objekte aus den Sammlungsbereichen: Medizin und Apotheke, Totenmasken, Maße und Gewichte, Spielzeug, Postwertzeichen und der 2012 ins Haus gekommenen Sammlung von Liebesschlössern.

‘Digitale Digitale Tür zu verborgenen Schätzen’ auf Wikipedia

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Tüllenkanne einer Apotheke ohne Beschriftung Auf der Rück- und der Unterseite kleine Papierschildchen von "APOTHEKE von H. WICKE / HAMBURG / Gr. Neumarkt No. 37".
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Apothekerkanne "Syr: Rhoead" Syrupus Rhoeados = Klatschmohnsirup; getrochnete Klatschmohnblüten (Papaver rhoeas) werden mit Wasser ausgezogen und nach Zusatz von Zucker zu einem intensiv rotgefärbten Sirup verarbeitet. Verwendung als farbliche Komponente.
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Albarello "Extr:. Laur:Cer." vermutlich mit Inhalt. Extract
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Moschusdose "Moschus / pr. 0,2=4 f / Handverlesen."