Museum für Hamburgische Geschichte | 22.06.2022 Beginn: 18:00 Uhr

Sklavenhandel, atlantische Sklaverei und Anti-Sklaverei in Hamburg

Vortrag: Dr. Sarah Lentz/Annika Bärwald M.A.: „Keinen Adel, keine Patrizier, keine Sklaven“? Sklavenhandel, atlantische Sklaverei und Anti-Sklaverei in Hamburg

Entgegen der heute noch gängigen Überzeugung waren Hamburger*innen bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert vielfältig in die atlantische Sklaverei verstrickt. Sie besaßen nicht nur Plantagen in karibischen Regionen, sondern unternahmen von Hamburg aus auch Sklavenhandelsfahrten. Diese Involvierung war sichtbar: durch die Anwesenheit freier und versklavter schwarzer Menschen, durch gedruckte Anleitungen zum Sklavenhandel oder durch die Bemühungen Einzelner, dagegen aktiv zu werden.

Dr. Sarah Lentz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit der Universität Bremen, bekam 2019 für ihre Dissertation zu deutschen Sklavereigegner*innen den Bremer Studienpreis.

Annika Bärwald M.A. ist in Bremen Doktorandin im ERC-Projekt „Das Heilige Römische Reich deutscher Nation und seine Sklaven“ und arbeitet zu Hamburger Verstrickungen in die Sklaverei sowie zu Schwarzen Menschen in Hamburg und Umgebung.

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