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Die Geschichte der Millerntorwache

Das Millerntor war im 17. Jahrhundert das Haupttor an der Westseite der Stadt und verweist auf die Zeit, als Hamburg nur durch die Stadttore betreten und verlassen werden konnte.

 

 

Um 1690

Ansicht des Millerntors gegen Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Zeughausmarkt von der Ostseite gesehen. Gezeichnet, gedruckt und verlegt im lithographischen Institut von Peter Suhr.
Ansicht des Millerntors gegen Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Zeughausmarkt von der Ostseite gesehen.

Um 1800

Das Millerntor wurde auch Altonaer Tor genannt. Lange Zeit führte der Weg von Hamburg nach Altona zwangsläufig durch dieses Tor. Das Uhrenbild (rechts), das im Turm des Michels mit einer echten Uhr versehen ist, hängt in der Jüdischen Abteilung des Museums für Hamburgische Geschichte. Es erinnert daran, dass das Millerntor, der einzige mögliche Zugang für Juden in die Stadt Hamburg war.
Bild
Das Altonaer Thor in Hamburg im August, abends kurz vor der Sperre. Gezeichnet und gedruckt im lithographischen Institut der Gebrüder Suhr in Hamburg, Anfang des 19. Jahrhunderts.
Millerntor, von M.J.Feldmann, Öl auf Holz, 1813
Millerntor, von M.J.Feldmann, Öl auf Holz, 1813

Neubau 1819

Das Millerntor um 1860. Lithographie von Wilhelm Heuer
Das Millerntor um 1860. Lithographie von Wilhelm Heuer
Nach der Entfestigung Hamburgs um 1819 wurde das Torhaus bis 1820 nach Plänen des Baumeisters Carl Ludwig Wimmel im klassizistischen Stil neu geschaffen. Von der gesamten Anlage, die aus zwei größeren Gebäuden und zwei Torhäuschen bestand, zwischen denen sich Steinpfosten für einen Metallzaun befanden, ist heute nur noch das kleine Gebäude erhalten geblieben.

1. und 2. Weltkrieg

Die Ansicht um 1800 - noch vor Beginn der sogenannten Stadtentfestigung - diente als Motiv für einen der vielen Notgeldscheine, die nach dem Ersten Weltkrieg in Hamburg, wie auch anderswo in Deutschland, gedruckt wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor stark beschädigt.
Die Millerntorwache und das Museum für Hamburgische Geschichte kurz nach Kriegsende 1945.
Die Millerntorwache und das Museum für Hamburgische Geschichte kurz nach Kriegsende 1945.
Das Millerntor um 1800

Translozierung und Restaurierung

Die kleine Wache wurde am 7. März 2004 um 30 Meter mit einem Spezialkran in die Wallanlagen umgesetzt, fachmännisch restauriert und dem Museum für Hamburgische Geschichte übergeben.

Bild
Foto: Silke Goes/Museum für Hamburgische Geschichte
Translozierung der Millerntorwache am 7. März 2004.
Foto: Silke Goes/Museum für Hamburgische Geschichte
Restaurierte Millerntorwache 2018, Foto Sinje Hasheider/SHMH
Restaurierte Millerntorwache 2018, Foto Sinje Hasheider/SHMH