Altonaer Museum | 11.11.2020 Beginn: 18:00 Uhr

*ENTFÄLLT* Über Leben. Ezidinnen nach dem Femizid 2014

- Gastausstellung -

Eine Ausstellung des Zentrums für Mission und Ökumene, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, Women for Justice e.V. im Rahmen der „Kulturwochen Mittlerer Osten“

In Interviews und Fotos erzählen ezidische Mädchen und Frauen über ihre Herkunft, die Ankündigung und Ablauf des Femizids, Verschleppung und Versklavung durch die Terrororganisation des sogenannten 'Islamischen Staats', die Befreiung und ihre Zukunftswünsche.

Ezidische Frauen, denen die Flucht vom IS gelang, fanden den Mut, über die Gewalt zu berichten, die der IS ihnen angetan hat. Sie wurden zwischen Dezember 2017 und März 2018 in Qamishli (Rojava/ Nordsyrien), in Şinjar (Nordirak) und im Raum Baden-Württemberg  interviewt. Sie wollen Zeugnis für mögliche Gerichtsverfahren gegen die Täter ablegen, die Kriegsverbrechen gegen sie bekannt machen und künftig unterbinden, und über noch gefangene Menschen berichten.

Sie erzählen eine Geschichte von Leid sowie großer Stärke. Ihnen ist wichtig, ÜBER LEBEN zu sprechen, denn ihre Kraft erwächst aus der Hoffnung, durch Aufarbeitung, Gerechtigkeit, Menschen-recht und internationalen Schutz zum Frieden für alle Ezid*innen zu gelangen.

Die Plattform Für Verschleppte Frauen (künftig: Women For Justice) und der DFR möchten mit der Ausstellung die oft vorhandene Unkenntnis über die Kultur und Religion der Ezid*innen überwinden. Diese trägt dazu bei, dass Ezid*innen immer wieder verfolgt wurden. Die Kette der Genozide und zunehmenden Femizide muss unterbrochen werden.

 

Die Ausstellung ist im Rahmen der Kooperation des DFR e.V. mit der Platform for Struggle for Women Held in Captivity entstanden und wurde von UN WOMEN Nationales Komitee Deutschland e.V., Bonn, finanziell unterstützt.