Deutsches Hafenmuseum | Schaudepot und Vorplatz des Deutschen Hafenmuseum – Standort Schuppen 50A
 | 22.10.2022 - 23.10.2022 Beginn: 10:00-17:00

Takel-Workshop

Das Takel-Handwerk als eines der bedeutenden maritimen Gewerke hat lange Zeit das typische Bild des Hafens und anliegender Werften geprägt. Doch mit zunehmenden, technischen Errungenschaften trat der Beruf des Taklers immer mehr in den Hintergrund. In einem zweitägigen Wochenendkurs haben Interessierte die Möglichkeit, sowohl Grundfertigkeiten als auch fortschrittliche Techniken dieses besonderen Handwerks zu erlernen sowie Tipps und Tricks direkt vom Profi zu bekommen.

Der zweitägige Wochenendkurs richtet sich vorrangig an Interessierte aus der  Traditionssegler-Szene, die neben dem Erlernen von Grundfertigkeiten des Takler-Handwerks (Materialkunde, Bekleeden von Drahtseilen, Tauwerksspleiße) auch Interesse daran haben, an einem aufwändigeren Projekt zu arbeiten, wie z. B. einem Drahtspleiß. Zudem wird in einer Theorie-Einheit auf das Thema „Rigg-Konservierung“ eingegangen. Des Weiteren besteht nach Absprache die Möglichkeit, über Fragen zu anstehenden Arbeiten am eigenen Boot oder Schiff zu sprechen.

Der Workshop findet im Schaudepot und auf dem Vorplatz des Deutschen Hafen-museums – Standort Schuppen 50A statt. Der Raum ist barrierefrei zugänglich, allerdings nicht beheizt. Aufgrund der noch vorherrschenden Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl auf maximal 12 Teilnehmende beschränkt. Für die Teilnahmen an den Workshops gelten die Regelungen der jeweils tagesaktuellen COVID-19-Eindämmungs-verordnung der Freien und Hanse-stadt Hamburg.

Da es bei Takler-Arbeiten häufig zu Kontakt mit teerigen und gefetteten Materialien kommt, sollten entsprechende Arbeitskleidung sowie Handschuhe mitgebracht werden. Festes Schuhwerk (idealerweise mit einer Zehenschutzkappe) ist von Vorteil. Selbstverständlich steht allen Teilnehmenden eine persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrille, Gehörschutz) zur Verfügung.


Leitung des Workshops:
 
Jochen Gnass (Fachlicher Leiter), Fanny Sußmann (Assistentin), Laura Lühnenschloß (Fachliche und organisatorische Leiterin) 

Jochen Gnass hat die Restaurierung der Takelage der PEKING hauptverantwortlich getragen. Seine Firma heißt „Oevelgönner Tauwerkstatt“ und ist in Hamburg ansässig. Zudem arbeitet er auch bei Hamburgs großem Schiffsausrüster „Toplicht“ in der Beratung. Jochen Gnass kann auf einen sehr großen Erfahrungsschatz im Bereich „Traditioneller Takelagenbau für Segelschiffe“ zurückblicken, da er durchweg in den letzten Jahrzehnten Takelagen für Segelschiffe im In- und Ausland restauriert, repariert oder gänzlich neu konstruiert hat.

Fanny Sußmann absolviert momentan eine Lehre im Bootsbau bei der Hamburger Firma „Boatbuilding & Rigging“ (Inhaber Georg Albinus). Sie hat ebenfalls bei der Restaurierung der PEKING in 2019 für 3 Monate ausgeholfen. Vor ihrer Ausbildung ist sie zeitweise ehrenamtlich als auch beruflich als Deckhand auf traditionellen Großseglern unterwegs gewesen, z. B. auf der „Eye of the Wind“.

Laura Lühnenschloß ist stellvertretende technische Leiterin der Viermastbark PEKING. 

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12 Personen pro Kurs, das Mindestalter beträgt 12 Jahre. Der Kurs wird ab einer Mindestteilnehmer*innenzahl von 5 Personen durchgeführt.

 

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