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Pate/Patin werden für Hamburgs GeschichteEin Projekt der Restaurierung im Museum für Hamburgische Geschichte

Das Museum für Hamburgische Geschichte verfügt über die größte stadtgeschichtliche Sammlung Deutschlands. Unsere Sammlung, die insgesamt rund eine  Million Objekte umfasst, benötigt laufend konservatorische Pflege, um sie der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können und sie zu schützen.
Helfen Sie heute mit, ein Stück Hamburgische Geschichte für die Zukunft zu erhalten!

Über das Projekt

Ob Porträtminiaturen, Daguerrotypen, die Stammbücher oder Hamburgensien mit Porträts Hamburger Persönlichkeiten, Ansichten von historischen Ereignissen, Straßen- und Stadtteilen sowie kunsthandwerkliche Arbeiten - sie alle wurden vom Museum für Hamburgische Geschichte gesammelt und benötigen eine dauerhafte konservatorische Pflege, um auch in Zukunft erhalten und ausgestellt werden zu können.

Unsere Objekte suchen Paten! Sie können sich mit einer Spende an den Restaurierungskosten eines Objektes beteiligen oder auch eine Restaurierung komplett übernehmen. Außerdem ist es möglich, Objektpatenschaften zu verschenken. 

Mit jährlich stattfindenden Veranstaltungen und Aufmerksamkeiten bedanken wir uns bei unseren Paten. Mehr dazu finden Sie im Laufe dieser Seite. 

Kontakt

Museum für Hamburgische Geschichte

Holstenwall 24

20355 Hamburg

Koordination:
Silke Beiner-Büth
E-Mail: silke.beiner-bueth@mhg.shmh.de
Telefon: 040 428 132-168

Aktuelle Restaurierungsprojekte

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Puppenhaus von der Rothenbaumchaussee

Das hölzerne Puppenhaus mit Inventar wurde um 1880 anfertigt. Es stammt aus dem Haushalt  des Geheim – und  Kommerzienrat Friedrich Carl Theodor Heye und seiner Ehefrau Henriette, geb. Focke.

Es besteht aus einem hölzernen Korpus, der von allen Seiten bearbeitet wurde und auf einem tischähnlichen Sockel steht. Die Form stellt das stilisiertes Wohnhaus der Familie Heye in mit zwei Etagen dar und trägt ein Zwerchdach. Von außen ist das Haus farbig und detailreich gestaltet worden.

 

Die acht Zimmer des Hauses wurden auf die zwei Etagen verteilt:  Im Erdgeschoss sind mehrere Salons und ein Esszimmer eingerichtet, in der ersten Etage hingegen die privateren Räume wie Esszimmer,  zwei Schlafzimmer und ein Kinderzimmer. Die Wände sind entsprechend unterschiedlich tapeziert worden. Die Bodenbeläge imitieren Parkettböden  im Fischgrätverband.

Neben einer großen Anzahl von Miniaturmöbeln sind schließlich auch die Fenster mit Gardinen versehen worden. Weitere Wohnaccessoires simulieren den bürgerlichen Wohncharakter.

Das Puppenhaus hat von innen und außen einen stärkeren konservatorischen und restauratorischen Bedarf. Zunächst ist eine trockene Reinigung notwendig. Als nächstes müssen die angeklebten Möbel abgelöst und gereinigt werden und ebenso die alten elektrischen Bauteile. Risse im Holzkörper sind zu schließen, fehlende Teile zu ergänzen und Retuschen auszuführen und schlussendlich ist eine Neumontage aller Teile notwendig. Die Dokumentation von Vor-und Endzustand ist weiterer Bestandteil der Maßnahmen.

Summe der Kalkulation: 10.000 €.

Wir danken der F.R.H.-Th. Stiftung für die Übernahme der Restaurierungs-Patenschaft.

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Jedes Möbelstück erhält einen Magneten, der das Mobiliar später auf einer Metall-Bodenplatte an der richtigen Position hält.

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Restaurierungsarbeiten. Die kleinen Magneten werden an den Möbelstücken befestigt. 

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Das gereinigte Mobiliar des Puppenhauses

Objekte auf der Suche nach Paten

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Vorlagealbum des Tätowierers Christian Wahrlich

Buch mit Zeichnungen: Tusche, koloriert mit Wasserfarben auf (gewachstem) Papier

Das Buch diente dem Tätowierer Christian Warlich (1891-1964) als Vorlage im Kundengespräch um ein gewünschtes Tattoomotiv auszuwählen. Warlich war von 1919 – 1964 u.a. als Gastwirt und Tätowierer auf St. Pauli tätig.

Seine Tattoomotive werden bis heute gestochen. Sie wurden zum Referenzwerk für westliche traditionelle Tattoos und dienen vielen Künstlern und Tätowierern als Inspiration.

Christian Warlich wurde durch wissenschaftliche Publikationen und Medienberichte bereits zu seinen Lebzeiten weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt. Sein Vorlagealbum wurde zum wohl bekanntesten Dokument der deutschen Tattoogeschichte des 20. Jh.

Das Buch weist zahlreiche Gebrauchsspuren durch intensive Nutzung auf. 2019 wurde ein Faksimile nach dem von Warlich überlieferten Zustand hergestellt. In dieser Form befindet sich das Vorlagealbum auch in der bis Ende Mai 2020 laufenden Sonderausstellung.

Im Anschluss an die Ausstellung sollen konservatorische Maßnahmen erfolgen um das Buch zu erhalten, ohne seinen Charakter zu verändern. Vorgesehen ist eine Reinigung der besonders stark verschmutzten Papieroberflächen und eine Abnahme der Tesafilmstreifen und der dunklen Klebstoffspuren die durch sie verursacht wurden. Das Gewebeband, mit dem ältere Reparaturen durchgeführt wurden, soll erhalten bleiben. Zur Aufbewahrung wird eine Schutzverpackung angefertigt.

Kostenschätzung:    € 1.800,-

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Heraklesstatue im Innenhof

Seit der Renovierung des Glasdaches des Innenhofs liegt uns der Erhaltungszustand der historisch wertvollen Skulpturen sehr am Herzen. Besonders gefährdet ist die Substanz der Statue des Herakles und Hippolyte. Die Oberfläche ist sogar schon bei Berührung gefährdet und ohne Maßnahme droht schneller physischer Zerfall.
Die Sandsteinskulptur im Innenhof des Museums zeigt Herakles im Kampf um den Zaubergürtel der Amazonenkönigin Hippolyte aus der griechischen Mythologie. Diese war ursprünglich so von ihm beeindruckt, dass sie ihm den Gürtel freiwillig überlassen wollte, was von der Göttin Hera untersagte wurde. Dies führte zum Tode der Amazone.

 

Arbeitsaufwand und Kostenschätzung

Der teilweise berührungsgefährdete Zustand der Skulptur erfordert als erste Maßnahme eine Festigung.  Erst danach kann eine Feucht- und Dampfreinigung stattfinden. Anschließend lassen sich Zustand und Schäden der Skulptur besser beurteilen. Verbleibende großflächige, wasserunlösliche schwärzliche Verschmutzungen, bei denen es sich um gipsgebundene Krusten handelt,  lassen sich in der Regel chemisch gut umwandeln und reduzieren. Mittels Probeflächen werden zwei chemische Verfahren und deren Wirksamkeit vorab geprüft.

Schadhafte und/oder schädigende Altmörtel werden mechanisch entfernt und die Fugen soweit wie möglich und erforderlich erneuert.

Zur Sicherung gefährdeter Schalen und Risse werden diese mit auf Sandstein strukturell und farblich eingestellten, mineralischen Mörteln verfüllt und angeböscht. Der Neuversatz der losen Sockelplatte erfolgt ebenfalls mit mineralischem Mörtel.

Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten empfiehlt sich die Festlegung ggf. sinnvollen Restaurierungsarbeiten wie Ergänzungen und Retuschen.

Alle Maßnahmen werden schriftlich und fotografisch dokumentiert.

Die Gesamtsumme beläuft sich auf 13.209,00 € inkl. MwSt.

Objekt-Patenschaften

Wie kann ich Pate werden?

Nähere Informationen gibt Ihnen gern Silke Beiner-Büth, Restauratorin,unter Tel. 040 428 131 168 oder silke.beiner-bueth@mhg.shmh.de

Spendenkonto:

Sie können Ihre Spende per Pay Pal oder direkt an uns überweisen


Direktüberweisung:
Stiftung Historische Museen Hamburg
HSH Nordbank
IBAN: DE 322 105 000 001 018 810 00
BIC-SWIFT: HSHNDEHHXXX
Verwendungszweck: Mein Stück Hamburg

Bitte senden Sie parallel eine Mail an: silke.beiner-bueth@mhg.shmh.de mit Angabe Ihrer Postadresse und Telefonnummer sowie der Nummer des ausgewählten Patenschafts-Objektes.

Was bekomme ich als Pate?


Einmal jährlich laden wir alle Förderer zu einem Museumsbesuch ein, an dem Sie ihr Patenobjekt von Nahem in Augenschein nehmen können und von Mitarbeitern des Museums über Schäden und Maßnahmen informiert werden.

Für Ihre Spende erhalten Sie eine Reproduktion Ihres Patenobjektes und finden Erwähnung auf unserer Website. (Bitte um Mitteilung, wenn Sie das nicht möchten). Ab 200,- Euro Spendenhöhe senden wir Ihnen eine steuerlich absetzbare Bescheinigung.