Museum der Arbeit | 14.02.2022 Beginn: 19:00 Uhr

ONLINE // Der Konflikt um die Sprache. Wie geschlechtergerecht darf sie sein?

Der vergangene Bundestagswahlkampf hat gezeigt, wie umkämpft das Thema Sprache ist. Besonders die geschlechtergerechte und diskriminierungsarme Sprache erfährt viel Kritik, oft sehr polemisch und emotional. Parteien des rechten politischen Spektrums haben den „Sprachkampf“ (Henning Lobin) für sich entdeckt und hoffen, darüber auch in sog. bürgerlichen Kreisen Gehör zu finden. Auch in den Feuilletons vieler Zeitungen gibt es immer wieder kritische Beiträge über geschlechtergerechte Sprache. Gleichzeitig verbreitet sie sich gerade in den Medien sehr stark.

Wir wollen beleuchten, was hinter diesen Sprachkonflikten steckt. Warum werden sie mit einer solchen Vehemenz geführt? Wer hat ein Interesse an diesen Kämpfen? Und wir wollen diskutieren, was das für den Ort bedeutet, an dem täglich entschieden werden muss, welche Sprache als „richtig“ und welche als „falsch“ gilt: die Schule. Wie passt zusammen, dass im Elternbrief mit Gender*Sternchen geschrieben wird und gleichzeitig den Kindern und Jugendlichen eine schlechtere Note droht, wenn sie sich um geschlechtergerechte Sprache bemühen? Wie kann ein Umgang mit diesen Fragen aussehen?

 

Mit:

Prof. Dr. Henning Lobin – Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Institut für deutsche Sprache, Mannheim

Ivy May Müller – schulpolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion Hamburg

Moderation: Daphne Sagner

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Hamburg. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Diese Veranstaltung findet ausschließlich digital statt. 

Unter diesem Link kann die die Veranstaltung am Montag, den 14.02.2022, ab 19 Uhr via Zoom gestreamt werden. Der Kenncode lautet 473985.  

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