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Die Keramik-Sammlung

Blicke in die Sammlungen des Altonaer Museums

Im Altonaer Museum finden sich in vielen Sammlungszusammenhängen Keramiken, da im norddeutschen Raum, dem Ostseeraum und in den Niederlanden vom 17. bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Töpfereien und Fayence-Manufakturen Geschirre, Öfen, Fliesen und Zierobjekte fertigten. Hervorzuheben ist die Fliesenausstattung in den 17 originalen Bauernstuben, mit denen begüterte Haus- und Hofbesitzer, Kapitäne und Seefahrer die Gute Stube schmückten. Die Fliesen sind mit biblischen Motiven, Hirtenszenen, Landschaften und Tieren, Rapport- oder Tapetenmustern in Blauweiß, Manganviolett oder in bunten Farben bemalt. Zumeist hergestellt in den Niederlanden und Nordfriesland, waren die Fliesen ein kostbarer und pflegeleichter Wandschmuck sowie ein Schutz für die Mauern vor Nässe von außen. Die Vielfalt der Fliesen vom 17. bis 19. Jahrhundert dokumentiert das Museum außerdem anschaulich mit einer systematischen Sammlung in Fliesenkästen, die im kleinen Treppenhaus zu sehen sind, neben prachtvollen Ornamentfliesen auch Darstellungen von Kinderspielen, Handwerkern und Soldaten, Schiffen und Meeresgetier sowie großen kostbaren Fliesentableaus, die wechselnden Zeitgeschmack und Moden veranschaulichen.

Keramik als Kulturgeschichte

Im Altonaer Museum finden sich in vielen Sammlungszusammenhängen Keramiken, da im norddeutschen Raum, dem Ostseeraum und in den Niederlanden vom 17. bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Töpfereien und Fayence-Manufakturen Geschirre, Öfen, Fliesen und Zierobjekte fertigten. Hervorzuheben ist die Fliesenausstattung in den 17 originalen Bauernstuben, mit denen begüterte Haus- und Hofbesitzer, Kapitäne und Seefahrer die Gute Stube schmückten. Die Fliesen sind mit biblischen Motiven, Hirtenszenen, Landschaften und Tieren, Rapport- oder Tapetenmustern in Blauweiß, Manganviolett oder in bunten Farben bemalt. Zumeist hergestellt in den Niederlanden und Nordfriesland, waren die Fliesen ein kostbarer und pflegeleichter Wandschmuck sowie ein Schutz für die Mauern vor Nässe von außen. Die Vielfalt der Fliesen vom 17. bis 19. Jahrhundert dokumentiert das Museum außerdem anschaulich mit einer systematischen Sammlung in Fliesenkästen, die im kleinen Treppenhaus zu sehen sind, neben prachtvollen Ornamentfliesen auch Darstellungen von Kinderspielen, Handwerkern und Soldaten, Schiffen und Meeresgetier sowie großen kostbaren Fliesentableaus, die wechselnden Zeitgeschmack und Moden veranschaulichen.

Fayencen aus Schleswig-Holstein und dem Ostsee-Raum

In der Studiensammlung der Fayence-Abteilung finden sich Objekte aus den zahlreichen Fayencemanufakturen, die im 18. und 19. Jahrhundert in Schleswig-Holstein und im Ostseeraum tätig waren, mit einer Produktpalette an Geschirren und auch Öfen bester Qualität. Im Altonaer Museum wurden ausgewählte Beispiele der in Kiel, Eckernförde, Schleswig, Rendsburg, Stockelsdorf, Altona und Kellinghusen aber auch in Stralsund, Reval, und Magdeburg gefertigten Fayencen gesammelt. Diese waren oft prachtvoll bemalt und teuer und blieben ursprünglich so dem wohlhabenden Bürgertum und dem Adel vorbehalten.

Die notwendigen Rohstoffe fand man zumeist im eigenen Land. Die wandernden Künstler brachten ihre Kenntnisse der Fayenceherstellung mit. Die Manufakturen, die im Stil des Rokoko arbeiteten, orientierten sich mit ihrer Produktpalette am wechselnden Formenkanon europäischer Moden. Als Ende des 18. Jahrhunderts das Porzellan billiger wurde und das preiswertere englische Steingut auf den Markt kam, war das Ende der Fayence-Manufakturen eingeläutet.

Einzig die Manufakturen in Kellinghusen konnten sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Sie produzierten für die heimischen wohlhabenden Bauern noch bis 1860 Geschirre und Fliesen, dekoriert mit leuchtendem Gelb und farbenfrohen Blumensträußen. Vom Altonaer Museum ursprünglich für die Ausstattung ausgewählter Bauernstuben erworben, bilden die Kellinghusener Fayencen einen Schwerpunkt in der Keramik-Sammlung.

Einen gesonderten Sammlungskomplex stellen die Funde aus den Scherbengruben der im 18. Jahrhundert im damaligen dänischen Altona tätigen Fayence-Manufaktur Mewe dar, die zurzeit von einer Arbeitsgruppe aus Ehrenamtlichen aufgearbeitet werden. Als Besonderheit gilt die Signatur dieser Fayencen, die in Gestalt des Altonaer Stadtwappens inmitten des Dekores prangt. Aus Archivalien war bekannt, dass von 1756 bis zur endgültigen Schließung 1808 Jürgen Mewe und sein Sohn Jürgen Hinrich in Altona Fayencen herstellten, aber erst die Ausgrabungen in den 1960er Jahren erbrachten den Beweis dafür. In den Scherbengruben der Manufaktur fanden sich unzählige Bruchstücke von Gefäßen und Öfen, Fehlbränden und Hohlformen. Als Hauptstück wurde ein in Scherben zerschlagener Ofen ausgegraben der restauriert, als großer repräsentativer Rokoko-Fayenceofen im Jenisch Haus aufgestellt ist, der Außenstelle des Altonaer Museums.

Altonaer Museum

Öffnungszeiten

Montag 10 - 17 Uhr

Dienstag geschlossen

Mittwoch bis Freitag 10 - 17 Uhr

Samstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Fotos

Hamburg Wissen