Prof. Dr. Hans-Jörg Czech wird neuer Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH)

Zum 1. Juli 2019 übernimmt der jetzige Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte die Leitung der Gesamtstiftung

Pressemitteilung

Der Stiftungsrat der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) hat heute beschlossen, Prof. Dr. Hans-Jörg Czech als neuem Alleinvorstand die Leitung der Stiftung zu übertragen. Er ist seit 2016 Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte und tritt am 1. Juli 2019 die Nachfolge von Börries von Notz an. Der Stiftungsrat folgt damit der einstimmigen Empfehlung einer Findungskommission, zu der unter dem Vorsitz von Senator Dr. Carsten Brosda unter anderem der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Hermann Parzinger, Gert-Hinnerk Behlmer (Staatsrat a.D. und Vertreter der Freundeskreise) sowie Karen Pein (Geschäftsführerin der IBA und Mitglied im Stiftungsrat) gehörten.

Die Museen der SHMH stehen vor einem umfassenden Modernisierungsprozess. In fast allen Häusern sind in den kommenden Jahren intensive Sanierungs- und Umbaumaßnahmen sowie Erneuerungen der Dauerausstellungen geplant, mit denen die Häuser für die Stadtgesellschaft weiter geöffnet werden soll. Zudem befasst sich die Stiftung mit den Vorbereitungen für die Errichtung und inhaltliche Ausgestaltung des neuen Deutschen Hafenmuseums. Diese Prozesse hat Prof. Dr. Hans-Jörg Czech zusammen mit dem bisherigen Alleinvorstand Börries von Notz maßgeblich begleitet.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit Hans-Jörg Czech übernimmt ein hoch erfahrener und vielseitiger Museumsexperte die Leitung der Gesamtstiftung mit ihren drei Einzelhäusern und sechs Außenstellen. Als Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte und zuvor des Altonaer Museums hat er in Hamburg und weit darüber hinaus sehr hohe Wertschätzung erworben. Er kennt unsere historischen Museen und Sammlungen und den laufenden Modernisierungsprozess wie kaum ein Zweiter. In der Stiftung stehen mit den großen Umbaumaßnahmen in allen Häusern und der Neugründung des Deutschen Hafenmuseums nicht nur organisatorische und bauliche Fragen auf der Tagesordnung, sondern vor allem viele konzeptionell-inhaltliche Weichenstellungen, die einen versierten Museumsfachmann an der Spitze der Stiftung erfordern. Wer Hans-Jörg Czech in seiner bisherigen Arbeit kennengelernt hat, der weiß, dass er mit viel Umsicht und Kreativität in der Lage ist, historische Themen an unsere aktuellen Debatten anzuschließen und unsere Geschichte in die Gegenwart zu bringen. Gemeinsam mit ihm und den Direktorinnen und Direktoren der historischen Museen werden wir den Häusern der Stiftung zu noch größerer gesellschaftlicher Bedeutung verhelfen und den Neubau des Deutschen Hafenmuseums erfolgreich umsetzen.“

Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, zukünftiger Alleinvorstand der SHMH: „Die Stiftung Historische Museen Hamburg steht dank der Modernisierungsvorgänge sowie der Erweiterungen um die PEKING und das Deutsche Hafenmuseum vor fundamentalen, höchst positiven Veränderungen. Ich freue mich sehr darauf, diese Prozesse und die Programmangebote der Stiftung als neuer Alleinvorstand in der bewährt guten Zusammenarbeit mit den Direktorinnen und Direktoren sowie den äußerst engagierten Teams unserer Museen fortentwickeln zu können. Mein Ziel ist es, die Attraktivität unserer Museumsstandorte nachhaltig, überregional und für möglichst breite Besucherkreise zu steigern und dabei innovative Wege in der Verankerung historischer Themen aus der Geschichte Hamburgs in den aktuellen gesellschaftlichen Diskursen zu beschreiten.“

Hans-Jörg Czech begann seine Museumslaufbahn mit einem Volontariat bei den Staatlichen Museen Kassel, bevor er im Jahr 2000 als Assistent des Generaldirektors an das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin wechselte. Dort wirkte er zugleich maßgeblich an der Neukonzeption der 2006 eröffneten Dauerausstellung im Zeughaus mit. 2007 wechselte er als Gründungsdirektor des Stadtmuseums der hessischen Landeshauptstadt nach Wiesbaden. Im Rahmen dieser Tätigkeiten hatte er bereits Gelegenheit, intensive Erfahrungen mit musealen Planungsprozessen zu sammeln, sowohl bei der Betreuung von Bau- und Modernisierungsverfahren, als auch im Hinblick auf die Neuausrichtung von Dauerausstellungen und den Aufbau neuer Sammlungsbestände.

Mitte 2013 berief ihn Senatorin Prof. Barbara Kisseler als Direktor des Altonaer Museums. Mit ihm gelang es, dem Haus wieder zu neuer Stärke als bedeutendes kulturgeschichtliches Museum Norddeutschlands mit starker lokaler Verankerung im Stadtteil Altona zu verhelfen. Unter seiner Direktion wurde 2014 die große Ausstellung „350 Jahre Altona“ präsentiert. Darüber hinaus wurde unter seiner Leitung der Umbau der Museumsgastronomie initiiert und das neue zentrale Sammlungsdepot der SHMH eingerichtet. Anfang 2016 wechselte er an die Spitze des Museums für Hamburgische Geschichte, wo in seiner Amtszeit die erfolgreichen Sonderausstellungen „Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse“ und „Revolution! Revolution? Hamburg 1918/19“ realisiert wurden. In dieser Zeit brachte er zudem gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Planungen zur baulichen Modernisierung des Hauses und zur Neukonzeption der Dauerausstellung auf den Weg. In zahlreichen Gremien von Vereinen und Initiativen hat er sich zu Fragen im erinnerungspolitischen Kontext und zu (post-)kolonialen Diskursen in Hamburg und darüber hinaus engagiert.

Die bewährte Struktur des übergeordneten Alleinvorstands in der SHMH bleibt mit der Übernahme der Position durch Hans-Jörg Czech bestehen. Die Stelle der Direktion des Museums für Hamburgische Geschichte wird in Kürze ausgeschrieben, ebenso wie die Position des Verwaltungsleiters Marc von Itter, der als kaufmännischer Geschäftsführer ins MARKK wechselt. Auf Grund der vielen zusätzlichen Aufgaben im Zuge der kommenden Modernisierungsprozesse wird es zudem eine personelle Verstärkung im Bereich der wirtschaftlichen Steuerung und in der Personalverwaltung geben.

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E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de
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