PEKING GlossarBegriffsklärungen und Definitionen

Rund um die Viermastbark PEKING finden sich etliche Begriffe, die nicht jedermann beherrscht.

Sprechen Sie seglerisch?

Fockmast

Der vorderste Mast eines Seglers wird als Fockmast bezeichnet, hier wird das Focksegel hochgezogen.

Großmast

Der Großmast ist der Hauptmast eines Schiffes, bei Viermastern wie der PEKING wird der zweite Mast von vorne als Großmast bezeichnet. Dieser Großmast der PEKING misst 51 Meter über Deck.

Kreuzmast

Der Kreuzmast ist auf der PEKING der Mast vor dem hintersten Mast – dem Besanmast. Ihn zeichnet aus, dass die BrassenTauwerk, das zum laufenden Gut gehört, häufig überkreuzt sind.

Besanmast

Der hinterste Mast auf einem Segelschiff wird Besanmast genannt.

Adenauer

Am Heck von Schiffen ist immer die jeweilige Flagge ihres Herkunftslandes gehisst. Bei der PEKING ist dies die deutsche Flagge – der sogenannte Adenauer. Woher die Namensbezeichnung kommt, dürfte wohl allen klar sein!

Mastgarten

Am Fuß des Mastes befindet sich der sogenannte Mastgarten. Hier können die Leinen der Segel kompakt belegt, also festgemacht werden und bilden so keine Stolperfallen oder sind den Segeln im Weg. Insbesondere bei rahgetakelten Schiffen wie der PEKING ist dies von Vorteil, da sie über deutlich mehr Leinen verfügen als anders getakelte Schiffe.

Bugspriet

Als Bugspriet wird das Holz- oder Stahlstück bezeichnet, das das Schiff nach vorne verlängert und über dem Ort einer Galionsfigur sitzt. Er ist fest am Schiff angebracht und nicht beweglich. An ihm können zusätzliche Segeln befestigt werden. Bei der PEKING sitzt der Klüverbaum am Bugspriet.  

Klüverbaum

Der Klüverbaum ist vorn am Schiff zu finden und meist am Bugspriet angebracht. Es handelt sich hierbei um eine Verlängerung nach vorne, an der zusätzliche Segel angebracht werden können. Wenn er nicht beweglich ist, hängt darunter ein Klüvernetz, um den Klüverbaum auch ganz vorne erreichen zu können. Das Netz wird zum Klettern, aber auch zum entspannten Liegen genutzt. 

Krullgalion

Während der Begriff Galionsfigur allgemein bekannt ist und die meist menschlichen Figuren am Bug eines Schiffes bezeichnet, handelt es sich bei der PEKING um eine Krullgalion. Hiermit ist eine schnörkelige Verzierung am Bug des Schiffes bezeichnet, die die Initialen des Bauherren der Flying P-Liner trägt: FL für Ferdinand Laeisz 

Bild

Die Krulle oder Volute der PEKING. Foto: Jens Marjanczik

PEKING im Dock in Wewelsfleth, Foto Jan Sieg

PEKING im Dock, Wewelsfleth, Foto Jan Sieg

Bild

Gangspill

Auf der PEKING gab es acht GangspillsDas Gangspill erhöht die Kraft eines Seemannes um ein vielfaches. In die rechteckigen Löcher wurden Handspaken eingesteckt, um das Spill zu drehen. Sie werden zum Beispiel zum Drehen der Segel genutzt. Sie ist vergleichbar mit einer Winsch auf kleineren Schiffen, die mit Muskelkraft betrieben wird.   

Poopdeck

Das Poopdeck ist das hinterste Deck auf einem Schiff. Das Wort stammt vom lateinische puppis ab, gemeint ist das Hinterschiff. Vom Poopdeck aus hatte man den besten Blick über das Schiff und konnte somit gut die Arbeiten an Bord überprüfen. Auf der PEKING war auf dem Poopdeck der Notsteuerstand untergebracht, im Deck befanden sich Lagerräume, der Segelraum und der verschließbare Flaggenschrank.

Back

Die Back bezeichnet den vorderen Teil des Schiffes. Auf der PEKING ist die Back ein offenes Deck, in Seitenhäusern waren WCs, ein Badezimmer und ein Waschhaus untergebracht. Auf dem Backdeck befinden sich zwei Anker und ein Gangspill. Auch auf modernen Schiffen wird der vordere, obere Teil des Schiffes als Back bezeichnet. 

 

Bild

Rahen

Die Rahen sind auf Rahseglern wie der PEKING Stangen aus Holz oder Stahl, die sich quer zu den Masten befindenAn den Rahen werden die Segel befestigt und hochgezogen. Um die Segel zu setzen oder zu bergen, müssen die Seeleute in die Takelage klettern.  

Eselshaupt

Auf historischen Seglern wird der Begriff Eselshaupt für ein Verbindungsteil zwischen Mast und Stenge oder auch zwischen Bugspriet und Klüverbaum benutzt. Die Form des Eselshaupts erinnert an das namensgebende Tier.

Tausendfüßler (oder auch Tausendbein)

Aus Resten von Tauwerk wird ein Scheuerschutz geknüpft, der Tausendfüßler genannt wird. Er soll verhindern, dass die Segeln an stehendem Gut scheuern und so vorzeitig verschleißen.

Fußpferd

Als Fußpferd bezeichnet man ein Seil, das unter den Rahen, also den Querbäumen im Mast, gespannt wird. Hier können die Seeleute ihre Füße platzieren, wenn sie in die Takelage klettern.

Springpferd

Mit dem Fußpferd verwandt ist das sogenannte Springpferd: Hiermit ist das kurze Seil gemeint, das das Fußpferd hält. Das Fußpferd ist also horizontal gespannt und wird vom vertikal gespannten Springpferd gehalten.

Nockpferd

Das Ende einer Rah wird als Nock bezeichnet. Hier ist das Nockpferd gespannt, was ein zusätzliches Fußpferd ist – nur eben am Ende der Rah, an der Nock.