Störtebeker-SchädelMuseum für Hamburgische Geschichte

Der 600 Jahre alte Schädel wurde 1878 beim Bau der Speicherstadt auf dem Grasbrook entdeckt. Er wird dem Piraten-Anführer Klaus Störtebeker zugeschrieben. Der Legende nach wurde er am 20. Oktober 1400 mit rund dreißig Gefährten auf dem Grasbrook enthauptet. Die Köpfe der Hingerichteten wurden zur Abschreckung an der Einfahrt zum damaligen Hafen auf Pfähle genagelt. Da der Nagel in diesem Schädel sehr sorgfältig eingeschlagen wurde, vermutet man, dass es sich um den Schädel des berühmt-berüchtigten Störtebeker handeln könnte, den man als möglichst lange erkennbar erhalten wollte.

Störtebeker-Schädel im Museum für Hamburgische Geschichte. Foto: SHMH/Angela Franke

Störtebeker-Schädel im Museum für Hamburgische Geschichte. Foto: SHMH/Angela Franke

Ausschnitt eines Flugblatts zur Hinrichtung der Piraten Störtebeker und Gödeke Michels, um 1700. Bild: Museum für Hamburgische Geschichte

Ausschnitt eines Flugblatts zur Hinrichtung der Piraten Störtebeker und Gödeke Michels, um 1700. Bild: Museum für Hamburgische Geschichte

Ausschnitt eines Plans von Hamburg mit dem Großen Grasbrook im Vordergrund, Braun Hogenberg, 1574. Bild: Museum für Hamburgische Geschichte

Ausschnitt eines Plans von Hamburg mit dem Großen Grasbrook im Vordergrund, Braun Hogenberg, 1574. Bild: Museum für Hamburgische Geschichte

Störtebeker Skulptur in der HafenCity. Foto: Wera Wecker

Störtebeker Skulptur in der HafenCity. Foto: Wera Wecker

Vor den Toren der Stadt lag der so genannte Grasbrook, eine unbebaute, flache Insel, die über schmale Brücken zu erreichen war. Am westlichen Ende, zum Hafen orientiert, war er der Hamburger Richtplatz des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Hier fanden zwischen 1390–1625 ca. 600 Hinrichtungen statt. Später wurde das Gelände Teil des Hafens. Heute befindet sich hier die Speicherstadt und angrenzend die HafenCity.