Schiffsfund von WittenbergenMuseum für Hamburgische Geschichte

Wo Kriege sind, lässt sich Geld verdienen – das war um 1600 nicht anders als heute. Damals erkämpften die Niederlande ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Über das neutrale Hamburg wurden Kriegsmaterialien und Lebensmittel gehandelt. Niederländische Schiffe patrouillierten in der Elbe und versuchten Waffenschmuggler auf dem Weg nach Spanien abzufangen. Nicht allen Schiffen gelang es, diesen Patrouillen zu entgehen, wie Wrackfunde aus jener Zeit belegen. Die hier gezeigten Kupferplatten, Musketen und Geschütze wurden 1976 aus einem Wrack bei Wittenbergen aus der Elbe geborgen. Sie wurden wahrscheinlich auf einem als normaler Frachter getarnten Schiff geschmuggelt, das außer den Waffen auch Textilien und Waren für den alltäglichen Gebrauch an Bord hatte.

Schiffsfund von Wittenberge. Foto: SHMH/Angela Franke

Schiffsfund von Wittenberge. Foto: SHMH/Angela Franke

Die Unterelbe am Strand von Wittenbergen, Fotografie, 20. Jh. Abbildung: Museum für Hamburgische Geschichte

Die Unterelbe am Strand von Wittenbergen, Fotografie, 20. Jh. Abbildung: Museum für Hamburgische Geschichte

Wittenbergen. Foto: SHMH/Angela Franke

Wittenbergen. Foto: SHMH/Angela Franke

Wittenbergen ist ein im Süden Rissens gelegenes Steilufer an der Unterelbe mit einem rot-weißen Leuchtturm als Wahrzeichen. Schon im 19. Jahrhundert zog die Schönheit der Landschaft Maler an. Heute wird die Küstenlandschaft durch ein Naturschutzgebiet erhalten.