Kramer-Witwen-WohnungKramer-Witwen-Wohnung

Im Jahr 1375 schlossen sich die Kleinhändler, die ihren festen Stand oder Laden in der Stadt besaßen und vornehmlich mit Gewürzen, Seidenstoffen und Eisenwaren handelten, im Krameramt zusammen. 300 Jahre später ließ die wohlhabende Berufsorganisation Freiwohnungen für jeweils 20 Witwen ihrer verstorbenen Amtsbrüder errichten. Eine der alten Witwenwohnungen ist heute noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Diese wurde mit Mobiliar aus Hamburger Krämerhaushalten Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestattet.

Blick aus der Kramer-Witwen-Wohnung. Foto: SHMH/Sinje Hasheider

Blick aus der Kramer-Witwen-Wohnung. Foto: SHMH/Sinje Hasheider

Blick in den Kraienkamp. Bild: MHG/Inv. Nr. 2008-6132

Blick in den Kraienkamp. Bild: MHG/Inv. Nr. 2008-6132

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"Alt-Hamburg, Kraienkamp, Krameramtswohnungen", Postkarte, verm. um 1900. Bild: MHG/Inv. Nr. 2008-6146

Die beiden Häuserzeilen mit dem schmalen Gang dienten bis zur Restaurierung im Jahre 1968 als Altenwohnungen. 1974 übernahm das Museum für Hamburgische Geschichte eine Wohnung und stattete sie mit Inventar im Stil des 19. Jahrhunderts aus. Sämtliche Einrichtungsgegenstände stammen nicht ursprünglich aus der Wohnung, illustrieren aber den Wohngeschmack einer nicht armen Mittelschicht.