Israelitischer Tempel in der OberstraßeMuseum für Hamburgische Geschichte

Der Israelitische Tempel in der Oberstraße war eine Reformsynagoge, deren Bau auf den 1817 gegründeten "Neuen Israelitischen Tempel-Verein" zurückgeht. Der erste Standort des Tempels befand sich ab 1842 in der Poolstraße, 1930/31 wurde er in Harvestehude neu errichtet und galt als eienr der bedeutendsten modernen Sakralbauten Deutschlands. Die Neugestaltung der Synagoge als Tempel sowie die Neuordnung des Gottesdienstes waren Bestandteile der jüdischen Reformbewegung. 

Ein Gemälde von Edith Marcus, auf diesem ist die Synagoge in der Oberstraße zu sehen.

Synagoge in der Oberstraße, Edith Marcus. Fotos: SHMH/Angela Franke 

Eintrittskarte in den Israelitischen Tempel, Vorderseite

Eintrittskarte in den Israelitischen Tempel, Vorderseite

Eintrittskarte in den Israelitischen Tempel, Rückseite

Eintrittskarte in den Israelitischen Tempel, Rückseite

Durch die Nationalsozialisten wurde die Synagoge in der Oberstraße 1938 entweiht und der Bau 1941 von der Stadt übernommen. 1950 wurde das Gebäude zum Großen Sendesaal des Norddeutschen Rundfunks ausgebaut, der sich bis heute darin befindet.