Bruchstücke des Lettners des Hamburger DomsMuseum für Hamburgische Geschichte

Vom ehemaligen Hamburger Dom sind unter anderem diese steinernen Reste des Lettners, einer Schranke, die in Domkirchen den Chor als Raum für das Priesterkollegium vom übrigen Kirchenraum trennt, übriggeblieben. Sie zeigen junge Frauen mit lockigen Haaren und schmerzverzerrten Gesichtern. Es sind die „törichten Jungfrauen“ von denen es im Neuen Testament heißt, sie hätten die Ankunft Jesu Christi, ihres himmlischen Bräutigams verpasst, weil sie bei Anbruch der Nacht erst Öl für ihre Lampen kaufen mussten.

Dom, Bruchstücke des Lettners, um 1280. Foto: SHMH/MHG

Dom, Bruchstücke des Lettners, um 1280. Foto: SHMH/MHG

Hamburger Mariendom, 13. Jahrhunder. Bild: SHMH/MHG Inv.Nr. E 1894,738

Hamburger Mariendom, 13. Jahrhunder. Bild: SHMH/MHG Inv.Nr. E 1894,738

Den historischen Hamburger Mariendom gibt es nicht mehr. Im 13. Jahrhundert als gotische Basilika erbaut war er bis zur Reformation Sitz des Bischofs von Hamburg-Bremen. 1806 wurde er abgerissen, nachdem die Kirche säkularisiert worden, also in staatlichen Besitz überführt worden war und damit das Gebäude an die Stadt Hamburg gefallen war. Dabei ging ein großer Teil der Ausstattung verloren.