Hamburgs fünf skurrilste Straßennamen

1. Knochenhauertwiete in der Altstadt

Knochenhauer nannte man früher die Schlachter, weil sie mit ihren Schlachterbeilen die Schweine zerteilten. Twiete heißt kleine Gasse – und das ist sie auch.

 

Rathausstraße mit Blick in die Knochenhauerstraße; Museum für Hamburgische Geschichte

2. Schulterblatt im Schanzenviertel

Der Name entstand um 1700, weil ein cleverer Wirt sich das Schulterblatt eines Walfisches vor seine  Wirtschaft gehängt hat, um Gäste anzulocken.

 

Wirtshausschild (Schulterblatt); Guntram Lukas; Museum für Hamburgische Geschichte

 

 

3. Duschweg in Altona

Keine besondere Reinlichkeit sondern Prof. Dr. Johann Jakob Dusch (1725 - 1787), ein lokaler Dichter, war die Ursache für den skurrilen Namen.

Johann Jakob Dusch, Gemälde von Johann Jakob Tischbein, 1766; Gleimhaus Halberstadt / Ulrich Schrader

4. Venusberg in der Neustadt

Von wegen Göttin der Schönheit. Wahrscheinlich stammt der Name von „Feindsberg“, weil der dänische König hier einst lagerte, um die Stadt von jeder Versorgung abzuschneiden. Aber: Nichts genaues weiß man nicht ...

 

 

Hamburg am Venusberg; Aquarell; V. Schreck; 1943; Museum für Hamburgische Geschichte

5. Rutschbahn in Rotherbaum

Schon wieder ein Wirt, der den Namen gab. Diesmal war es der Wirt des Ausflugslokals „Auf dem Grindel“, der in seinem Garten eine besonders lange Rutsche für Kinder aufgestellt hatte. Seit 1874 wurde die Straße nach dieser Rutsche benannt.

 

Aufnahme vom Haus Rutschbahn 11, im Erdgeschoß ein Buchladen; 1920; Museum für Hamburgische Geschichte