6 Hamburger Besonderheiten

1. Polo-Sport in Hamburg

Der Polo-Sport wurde bereits schon 600 v. Chr. in Persien, Afghanistan und Kaschmir gespielt. Nach Hamburg kam der Sport durch den deutschen Delegationsrat in Buenos Aires, Ernst von Heintze-Weißenrode, der ihn in Südamerika kennengelernt hatte. Unter seiner Mitwirkung gründetet sich am 3. Januar 1898 der Hamburger Polo Club, der älteste in Deutschland.

Polo in Klein Flottbek, 1909
Foto: HafenHamburg/Gregor Schläger

2. Der Schlepper „Heinrich-Ludwig“

Der Schlepper „Heinrich-Ludwig“ ist ein Hamburger Hafenschlepper. Er lief 1906 vom Stapel, tut aber immer noch seinen Dienst. Dafür wurde der 17 Meter lange Schlepper im Inneren modernisiert. Seine Dampfmaschine wurde 1956 gegen einen modernen Dieselmotor mit 600 PS ausgetauscht. Gesteuert wird er, statt wie früher über ein Steuerrad, mittlerweile mit Hilfe eines Joysticks.

3. Stiftungen in Hamburg

Hamburg gilt als Hauptstadt der Stiftungen, denn mit ca. 1.400 Einrichtungen dieser Art hat es, gemessen an der Bevölkerung, die meisten aller Bundesländer. Die Stiftungen unterstützen Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Theater, Museen und die Wissenschaften. Das Stiftungswesen hat in Hamburg eine lange Tradition: die älteste Stiftung der Stadt ist das Hospital zum Heiligen Geist von 1227.

 

4. Das Hospital zum Heiligen Geist

Das Hospital zum Heiligen Geist wurde vermutlich 1227 als Armen- und Pilgerherberge gegründet und ist das älteste Hospital Hamburgs. 1247 erstmals urkundlich erwähnt, bestand sein Vermögen vor allem aus gestiftetem oder erworbenem Grundbesitz, darunter das Heiligengeistfeld und ganze Dörfer wie Barmbek, Eilbek oder Hohenfelde. Heute liegt das Hospital in Poppenbüttel und ist ein hochmodernes Altenheim mit rund 800 Bewohnern.

 

Hospital zum Heiligen Geist, Abbildung von C.F.Gaedechens (1880); Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg

5. Kaffee in Hamburg

Kaffee ist ein wichtiges Handelsgut in Hamburg. Schon Ende des 19. Jahrhunderts lag zwischen Sandtorkai und Pickhuben der größte Kaffeemarkt Europas. 1887 erhielt die Stadt eine eigene Kaffeebörse. Der Kriegsausbruch 1914 brachte den Umschlag zum Erliegen und die galoppierende Inflation tat ihr Übriges. Nach vielen schwierigen Jahrzehnten wurde vor zehn Jahren in Wilhelmsburg für 50 Millionen Euro die weltweit größte und modernste Silo- und Bearbeitungsanlage für Rohkaffee eingeweiht. Damit liegt Hamburg in Europa kaffeemäßig wieder vorn.
Hanseaten Kaffee. Foto: www.mediaserver.hamburg.de / Jan Traup
Das alte Zollenspieker Pegelhäuschen. Foto: www.zollenspieker-faehrhaus.de

6. Das Alte Zollenspieker Pegelhäuschen

Das Alte Zollenspieker Pegelhäuschen wurde 1880 am Elbstromkilometer 598,5 erbaut und diente der Kontrolle des Wasserstands (Pegel) und zur Warnung der Schifffahrt und Anwohner vor Hoch- und Niedrigwasser. Aufgrund seine maroden Zustand erfolgte 1992 der Abriss des Häuschens. Vor Kurzem wurde es mit Hilfe von Spenden wieder neu errichtet und dient seither als kleines Restaurant, das maximal vier Personen Platz bietet.