Hamburger Seeleute in der Sklaverei

Im 17. und 18. Jahrhundert gerieten immer wieder Hamburger Seeleute in die Gefangenschaft nordafrikanischer Piraten. Alleine zwischen 1719 und 1747 wurden 50 Schiffe aufgebracht und 682 Seeleute aus der ehemaligen Hansestadt gekidnappt. 1749 befanden sich 104 Hamburger als Sklaven in Algier, 1752 noch 58; von diesen gehörten 43 dem dortigen Dey und die restlichen 15 Privatleuten. Die Gefangenen arbeiteten in den nordafrikanischen Hafenstädten als Diener und Gehilfen oder auf den Werften. Wer auf den dortigen Sklavenmärkten verkauft wurde, konnte bis in das Innere Afrikas verschleppt werden und damit für immer verschwinden.

Bild