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Glaubensfreiheit Gegeben und gefordert – seit 1601

30. Oktober 2020 bis 21. Juni 2021

Wir haben die Freiheit zu glauben - was wir wollen oder auch nicht zu glauben. Religionsfreiheit steht im Grundgesetz und ist ein Menschenrecht. Im Alltag wird um dieses Recht gerungen. Kleidung, Architektur, Schulunterricht, Bestattungen – die Themen sind vielfältig. Das Altonaer Museum möchte in einer Sonderausstellung ab Oktober 2020 zum Mitreden einladen: über die Geschichte und Gegenwart errungener und gewährter, erkämpfter und umstrittener Freiheiten in Glaubensfragen. Denn Glaubensfreiheit hat in Altona seit 1601 Tradition.

Die selbstständige Stadt Altona setzte schon Ende des 16. Jahrhunderts einen Kontrapunkt zu Hamburg, das nur den lutherischen Glauben zuließ. Die beiden Straßen „Große Freiheit“ und „Kleine Freiheit“, die bis 1938 zu Altona gehörten, bezeugen diese besondere Geschichte eindrucksvoll durch ihren Namen. Mennoniten, Reformierte, Juden und Katholiken erhielten hier das Recht, ihren Glauben zu leben – auch wenn sie dieses immer wieder mit den Landesherren aushandeln mussten. Die Geschichte dieser Toleranz prägt Altona bis in die Gegenwart.

Heute ist unsere Stadtgesellschaft zunehmend säkular, gleichzeitig religiös sehr vielfältig. In Hamburg wird der interreligiöse Dialog besonders intensiv gepflegt, nur hier gibt es in der Schule den „Religionsunterricht für alle“. Und doch wird um Glaubensfreiheit nach wie vor gerungen: Wie sichtbar kann, darf oder soll Religion im Stadtbild sein? Welche Freiheiten möchte ich leben, welche gestehe ich anderen zu? Konkurrieren Freiheiten miteinander? Die Sonderausstellung spannt einen Bogen vom ausgehenden 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt, dass viele Fragen zur Glaubensfreiheit damals und heute gleichermaßen aktuell sind.

Hinweis:

Bitte bringen Sie aus Gründen des Infektionsschutzes Ihre eigenen Kopfhörer mit, um die medialen Inhalte der Ausstellung anhören zu können. Wahlweise können Sie an der Kasse Kopfhörer käuflich erwerben.

Öffnungszeiten

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Montag 10 - 17 Uhr

Dienstag geschlossen

Mittwoch bis Freitag 10 - 17 Uhr

Samstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Bitte bringen Sie aus Gründen des Infektionsschutzes Ihre eigenen Kopfhörer mit, um die medialen Inhalte der Ausstellung anhören zu können. Wahlweise können Sie an der Kasse Kopfhörer käuflich erwerben.

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Entdecken Sie auch unsere Online-Ausstellung zu "Glaubensfreiheit. Gegeben und gefordert – seit 1601. Die Sonderausstellung spannt einen Bogen vom ausgehenden 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt, dass viele Fragen zur Glaubensfreiheit damals und heute gleichermaßen aktuell sind.

Bei dem Wettbewerb geht es um eine Auseinandersetzung mit dem Themenbereich von interkulturellem Dialog in Schule, Stadtteil und Gesellschaft, um religiöse Vielfalt, um Gelingendes und um Schwierigkeiten des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion und Weltanschauung. Die Ergebnisse des Unterrichts können einzelne Aspekte beleuchten, stehen nicht unter dem Erwartungsdruck der Perfektion, sondern sollen „normale“ Produkte von Schüler*innen sein.

 

Foto: SHMH/Arne Bosselmann

Digitale Veranstaltung

Staatsverträge – Warum sind sie für Hamburg wichtig?

Vor acht Jahren schloss der Hamburger Senat u. a. mit muslimischen Verbänden einen Staatsvertrag. Diese Vereinbarungen finden bundesweit Beachtung, weil sie nur in Hamburg und Bremen existieren. Das Miteinander war nicht immer spannungsfrei. In zwei Jahren soll geprüft werden: Was hatten sich die Seiten erhofft, was haben die Verträge gebracht, wo stehen wir heute, wie soll es weitergehen? 

Über dieses Thema sprechen:

Kirsten Fehrs (Bischöfin der ev.-luth. Kirche in Norddeutschland)
Usama Bint Nasir (Mitglied des muslimischen Familienvereins e.V.-Masjid Rahma)
Aydan Özoğuz (Mitglied des Deutschen Bundestages, Staatsministerin a.D.)
Jan Pörksen (Staatsrat in der Senatskanzlei)
Fatih Yildiz (Co-Vorsitzender der SCHURA e.V. Hamburg)
Begrüßung: Dr. Anja Dauschek, Direktorin des Altonaer Museum
Moderation: Reiner Scholz, Journalist, HAFIZ

HAFIZ ist das „Hamburger Forum für interkulturelles Zusammenleben“, das mit dieser Veranstaltung zum ersten Mal öffentlich auftritt.

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