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Preisträger 2022

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Markus Dorfmüller, Foto: Jonas Fischer

Der Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie des Jahres 2022 geht an den Hamburger Fotograf Markus Dorfmüller. Sein Projekt "Die Stadt als Kolonialmuseum" wird sich mit den verbliebenen Spuren kolonialer Verflechtungen im Hamburger Stadtbild sowie in den Depots und Archiven von Hamburger Museen auseinandersetzen. Die große und hochaktuelle erinnerungspolitische Relevanz von Dorfmüllers Projekts war ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury des Preises, den die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) und die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) gemeinsam jährlich vergeben.

Sehen Sie sich die Shortlists des Georg-Koppmann-Preises für Stadtfotografie an.

Besuchen Sie hier die Seite und das Porträt des Preisträgers 2022, Markus Dorfmüller.

Besuchen Sie hier die Seite des Fotografen-Duo Sabine Bungert und Stefan Dolfen, den Preisträger*innen des Jahres 2021, und erfahren Sie mehr zu ihrem Projekt "Der Raum ist der dritte Lehrer".

Besuchen Sie hier die Seite des Fotografen Robin Hinsch, dem Preisträger des Jahres 2020, und erfahren Sie mehr zu seinem Projekt "Der Mechanismius".  

Besuchen Sie hier die Arbeiten und das Porträt des Preisträgers 2019, Axel Beyer.

Der Preis

Im Herbst 2018 wurde das Stipendium „Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie“ erstmals ausgeschrieben. Die Stiftung Historische Museen Hamburg vergibt es jährlich zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zu Ehren des Hamburger Fotografen Georg Koppmann (1842-1909), der Ende des 19. Jahrhunderts Hamburgs Entwicklung zur Großstadt kontinuierlich dokumentiert hat.

Es wird vergeben für eine künstlerisch-dokumentarische Auseinandersetzung mit dem Stadtbild Hamburgs und seinen Veränderungen. Die Arbeit soll eine eigenständige fotografische Perspektive auf die Stadt als Lebensraum und Wohnort entwickeln und sich mit ihren Veränderungsprozessen auseinandersetzen. Die Metropole Hamburg bietet Lebensraum für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Sie ist permanenten Veränderungen unterworfen, die das Stadtbild prägen. Immer wieder neu werden die Fragen zu beantworten sein: Wie funktioniert die Stadt? Wem gehört die Stadt?

Das Stipendium ist mit 8.000 Euro dotiert und richtet sich an professionelle Fotografen und Absolventen von Fotostudiengängen an Hochschulen, Universitäten und Akademien.

Alle fünf Jahre werden die Arbeiten der Stipendiaten in einer Gruppenausstellung gezeigt.

Georg Koppmann, Porträt, aufgenommen in seinem Atelier (1906). Foto Staatsarchiv Hamburg
Georg Koppmann, Porträt, aufgenommen in seinem Atelier (1906). Foto Staatsarchiv Hamburg

Die Idee

Die rasante Entwicklung Hamburgs zur Großstadt seit dem Großen Brand von 1842 ist von dem damals neuen Medium der Fotografie intensiv begleitet worden. Mit der Beauftragung des Hamburger Fotografen Georg Koppmann zur kontinuierlichen Dokumentation der Veränderungen des Stadtbilds durch die Baudeputation 1874 wurde dies auch als eine öffentliche Aufgabe angesehen. Bis zu seinem Tod 1909 hielt Koppmann so einschneidende Vorgänge wie den Abriss der Kehrwieder-Wandrahm-Viertel und den Bau der Speicherstadt in mehreren tausend Aufnahmen fest. Auch von anderen Fotografen sammelte die Baudeputation Ansichten der Stadt. 1928 wurde die fotografische Dokumentation des Stadtbildes mit der Einrichtung der Landesbildstelle amtlich institutionalisiert und bis 2015 kontinuierlich fortgesetzt. In dieser Tradition, die mit Namen wie Georg Koppmann, Willi Beutler oder Fritz Kempe verbunden ist, steht der Preis für Hamburger Stadtfotografie.


Der Preis wird vergeben von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg.

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Die Jury

Dr. Dorothee Stapelfeldt
Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Dipl.-Ing. Franz-Josef Höing
Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg

Prof. Dr. Hans-Jörg Czech
Direktor und Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg

Stefanie Grebe
Leiterin des Fotoarchivs Ruhr Museum Essen

Anna Gripp
Chefredakteurin der Zeitschrift PHOTONEWS

Prof. Vincent Kohlbecher
Professor für Fotografie an der HAW Hamburg

Stefan Rahner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum der Arbeit, Stiftung Historische Museen Hamburg

Bewerbungsverfahren

Gesucht wird eine Fotografin/ein Fotograf, deren herausragende Arbeiten und eine interessante Projektidee ihn bzw. sie zur Stipendiatin/Stipendiat qualifizieren.

Folgende Unterlagen mussten innerhalb des Bewerbungszeitraums vom 1. Oktober bis 30. November 2022 eingereicht werden:

  • eine Projektskizze über ein selbst gewähltes, künstlerisch-dokumentarisches Thema, das die Bewerberin/der Bewerber in Hamburg fotografisch verwirklichen möchte (ca. 1-2 Seiten)
  • 5 -10 Bilder, die die Projektidee verdeutlichen können (jpg, lange Seite 2500 px)
  • Lebenslauf mit Ausstellungen, Publikationen, Auszeichnungen.
  • das ausgefüllte Bewerbungsformular
Das Bewerbungsformular können Sie hier herunterladen: Bewerbungsformular

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen per e-Mail oder Post an:


Stiftung Historische Museen Hamburg
Museum der Arbeit
Stefan Rahner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Wiesendamm 3
22305 Hamburg
stefan.rahner@mda.shmh.de

 

Aus den eingereichten Projektvorschlägen wählt eine Jury 20 Vorhaben für die Shortlist aus. Die Endauswahl der Jury erfolgt im Dezember. Alle Bewerberinnen und Bewerber der Shortlist erhalten dann Bescheid.

Das Urteil der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Stipendienzeit: Die Stipendienzeit beginnt mit der Verkündung der Juryentscheidung und läuft bis Ende März 2023. Der Stipendiat/die Stipendiatin soll sich mehrere Wochen in Hamburg aufhalten, um sein bzw. ihr Projekt zu realisieren. Ende März soll die Arbeit in Form von 20-25 Arbeitsprints (20 x 30cm) und als Bilddateien (jpg, lange Seite 2500 px, maximale Qualität) vorgelegt werden. Die Jury akzeptiert alle Techniken der Bildgebung und Bildgestaltung, sofern sie zur Verdichtung der inhaltlichen Aussage angewendet werden.

Die Ergebnisse werden auf der Webseite und in Form einer gedruckten Broschüre präsentiert. Im Sommer 2023 werden die ersten fünf Serien in einer Gruppenausstellung gezeigt.

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Die Broschüre zur Serie "Der Raum ist der dritte Lehrer" der Fotografen Sabine Bungert und Stefan Dolfen, Preisträger des Jahres 2021, steht zum Verkauf in allen Museumsshops der Stiftung Historische Museen Hamburg. 

Der Raum ist der dritte Lehrer

Sabine Bungert und Stefan Dolfen

Mit einem Text von Robert Uhde.

7,50 €, SHMH 2021

Verlag der Stiftung Historische Museen Hamburg

Hrsg. Prof. Dr. Hans-Jörg Czech

ISBN 978-3-947178-11-7


Zum Shop des Museums für Hamburgische Geschichte 

Zum Shop des Museums der Arbeit

Zum Shop des Altonaer Museums