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Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie

Um den dynamischen Wandel der Freien und Hansestadt Hamburg mit zeitgenössischen Mitteln und aus einer künstlerischen Perspektive zu ermöglichen, vergeben die SHMH und die BSW 2019 erstmals den „Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie“. Der Fotograf Georg Koppmann (1842-1909) hatte die Entwicklung Hamburgs zur Großstadt am Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag der Stadt erstmals systematisch dokumentiert.

Aktuelles

Axel Beyer, Foto Janka Burtzlaff
Axel Beyer, Foto Janka Burtzlaff

Hamburger Fotograf Axel Beyer erhält Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie des Jahres 2019

Das Projekt „Temporäre Einsichten“  ist für das diesjährige Arbeitsstipendium in Höhe von 8.000 Euro ausgewählt worden. Das künstlerisch-dokumentarische Foto-Projekt wird besondere Einblicke in die Architektur der Hansestadt versammeln und soll im Sommer 2019 realisiert werden. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der Originalität der Projektidee und mit der präzise formulierten Position von Beyers bisherigen Arbeiten.

Den Ausgangspunkt von Axel Beyers Projektidee „Temporäre Einsichten“, die bis zum Sommer 2019 realisiert wird, bildet die permanente und an vielen Orten gleichzeitig verlaufende Veränderung der gebauten Stadtgestalt Hamburgs, wie sie für eine postindustrielle Metropole typisch ist.In seinen Arbeiten im Rahmen des Projekts will sich der Fotograf auf neue Sichtachsen und unverhoffte Einblicke in das Stadtbild konzentrieren, die sich durch den Abriss oder den Umbau von Gebäuden und Straßenzügen ergeben. Mit diesen temporär und räumlich begrenzten Einsichten auf Wohnräume, Hinterhöfe und Arbeitsorte soll eine Architektur der Stadt festgehalten werden, die den Blicken des Betrachters ansonsten verborgen bleibt.

Die Jury, der neben Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der BSW, Börries von Notz, Alleinvorstand der SHMH und Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing auch Experten aus dem Bereich Fotografie angehören, begründete ihre Entscheidung mit dem besonderen Blick des Fotografen und dem ironischen Witz seiner bisherigen Arbeiten. Axel Beyer, so die Jury, habe mit seiner früheren Beschäftigung mit Hamburg und seinen fotografischen Auseinandersetzungen mit dem Thema Stadt bewiesen, dass er die Atmosphäre und den Charakter urbaner Veränderung in eine eigenständige und präzise formulierte fotografische Position übersetzen kann.

Über den Preisträger

Axel Beyer wurde 1958 in Lüneburg goboren. Von 1980 bis 1985 studierte er Kommunikationsdesign an der FH Hamburg und ist seit 1987 beruflich im Zeitschriften-Design in Hamburg tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau wohnt er in Winterhude.

Das Werk von Axel Beyer

Axel Beyer, Stadt Räume (1985)
"Stadt Räume" (1985)
Axel Beyer, Bebra Curiosa, 2011
"Bebra Curiosa" (2011)
Axel Beyer, Hamburg, 2017
"Hamburg" (2017)

Foto-Projekte

2003Einzelausstellung "DER WUNDE PUNKT" im Carmen Oberst Kunstraum in Hamburg. Präsentation von acht großformatigen Diptychen (Lamdaprints).
2004Fotoinstallation zur 9. IFUPA (Thema Work) im Museum der Arbeit, Hamburg.
Gemeinschaftsausstellung WORK OUT mit Margit Bassler im Photo.Kunst.Raum. Präsentation von digitalen Fotomontagen (Pigment-Prints auf Leinwand) zum Thema Arbeitswelten.
2006Gemeinschaftsausstellung "LEERSTELLEN" im Kulturforum Lüneburg, Gut Wienebüttel.
2007Gemeinschaftsausstellung "ANIMALS" in der Sparkasse Lüchow-Dannenberg.
2008Beginn der Arbeit an dem BEBRA-PROJEKT.
2010Teilnahme am Dummy-Award beim Fotobookfestival in Kassel. 3. Preis für das Projekt "BEBRA CURIOSA".
2011Präsentation des Bebra-Projektes anläßlich der DFA-TAGUNG in Stuttgart-Echterdingen, seitdem berufenes Mitglied.                               Ausstellung „BEBRA CURIOSA“ in der Fotopension in Köln.
Gruppenausstellung „TRAUTES HEIM, GLÜCK ALLEIN“ im Kunstverein Wiesbaden (7. Wiesbadener Fototage).

2012Ausstellung "GRENZRÄUME" in der FHV-Galerie in Dornbirn (Österreic

Die Idee

Die rasante Entwicklung Hamburgs zur Großstadt seit dem Großen Brand von 1842 ist von dem damals neuen Medium der Fotografie intensiv begleitet worden. Mit der Beauftragung des Hamburger Fotografen Georg Koppmann zur kontinuierlichen Dokumentation der Veränderungen des Stadtbilds durch die Baudeputation 1874 wurde dies auch als eine öffentliche Aufgabe angesehen. Bis zu seinem Tod 1909 hielt Koppmann so einschneidende Vorgänge wie den Abriss der Kehrwieder-Wandrahm-Viertel und den Bau der Speicherstadt in mehreren tausend Aufnahmen fest. Auch von anderen Fotografen sammelte die Baudeputation Ansichten der Stadt. 1928 wurde die fotografische Dokumentation des Stadtbildes mit der Einrichtung der Landesbildstelle amtlich institutionalisiert und bis 2015 kontinuierlich fortgesetzt. In dieser Tradition, die mit Namen wie Georg Koppmann, Willi Beutler oder Fritz Kempe verbunden ist, steht der Preis für Hamburger Stadtfotografie.


Der Preis wird vergeben von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg.

Bild

Der Preis

Im Herbst 2018 wurde das Stipendium „Georg Koppmann Preis für Hamburger Stadtfotografie“ erstmals ausgeschrieben. Die Stiftung Historische Museen Hamburg vergibt es jährlich zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zu Ehren des Hamburger Fotografen Georg Koppmann (1842-1909), der Ende des 19. Jahrhunderts Hamburgs Entwicklung zur Großstadt kontinuierlich dokumentiert hat.

Es wird vergeben für eine künstlerisch-dokumentarische Auseinandersetzung mit dem Stadtbild Hamburgs und seinen Veränderungen. Die Arbeit soll eine eigenständige fotografische Perspektive auf die Stadt als Lebensraum und Wohnort entwickeln und sich mit ihren Veränderungsprozessen auseinandersetzen. Die Metropole Hamburg bietet Lebensraum für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Sie ist permanenten Veränderungen unterworfen, die das Stadtbild prägen. Immer wieder neu werden die Fragen zu beantworten sein: Wie funktioniert die Stadt? Wem gehört die Stadt?

Das Stipendium ist mit 8.000 Euro dotiert und richtet sich an professionelle Fotografen und Absolventen von Fotostudiengängen an Hochschulen, Universitäten und Akademien.

Alle fünf Jahre werden die Arbeiten der Stipendiaten in einer Gruppenausstellung gezeigt.

Georg Koppmann, Porträt, aufgenommen in seinem Atelier (1906). Foto Staatsarchiv Hamburg
Georg Koppmann, Porträt, aufgenommen in seinem Atelier (1906). Foto Staatsarchiv Hamburg

Stadtansichten im Wandel der Zeit

Auswahl

Gesucht wird eine Fotografin/ein Fotograf, deren herausragende Arbeiten und eine interessante Projektidee ihn bzw. sie zur Stipendiatin/Stipendiat qualifizieren.

Folgende Unterlagen mussten innerhalb des Bewerbungszeitraums vom 1. Oktober bis 30. November 2018 eigereicht werden:

  • eine Projektskizze über ein selbst gewähltes, künstlerisch-dokumentarisches Thema, das die Bewerberin/der Bewerber in Hamburg fotografisch verwirklichen möchte (ca. 1-2 Seiten)
  • 5 bis 10 Bilder als Arbeitsproben (jpg, lange Seite 2500 px)
  • Lebenslauf mit Ausstellungen, Publikationen, Auszeichnungen.

Aus den eingereichten Projektvorschlägen wählt eine Jury 20 Vorhaben für die Shortlist aus. Deren Arbeiten werden ausgedruckt und kommen in die Endauswahl; gegebenenfalls werden die Bewerberinnen und Bewerber der Shortlist zu diesem Zeitpunkt (Dezember) um die Zusendung von Publikationen ihrer Arbeiten gebeten. Die Endauswahl der Jury erfolgt im Januar. Alle Bewerberinnen und Bewerber der Shortlist erhalten dann Bescheid.

Das Urteil der Jury ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Stipendienzeit: Die Stipendienzeit beginnt mit der Verkündung der Juryentscheidung Ende Januar und läuft bis zum Juli. Die Stipendiatin/Stipendiat soll sich mehrere Wochen in Hamburg aufhalten, um ihr bzw. sein Projekt zu realisieren. Mitte Juli soll die Arbeit in Form von 20-25 Arbeitsprints (20 x 30cm) und als Bilddateien (jpg, lange Seite 2500 px, maximale Qualität) vorgelegt werden. Die Jury akzeptiert alle Techniken der Bildgebung und Bildgestaltung, sofern sie zur Verdichtung der inhaltlichen Aussage angewendet werden.

Die Ergebnisse werden auf der Webseite und in Form einer gedruckten Broschüre präsentiert. Nach fünf Jahren (2024) werden die ersten fünf Serien in einer Gruppenausstellung gezeigt.

Die Jury

Dr. Dorothee Stapelfeldt
Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Dipl.-Ing. Franz-Josef Höing
Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg

Börries von Notz
Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg

Stefanie Grebe
Leiterin des Fotoarchivs Ruhr Museum Essen

Anna Gripp
Chefredakteurin der Zeitschrift PHOTONEWS

Prof. Vincent Kohlbecher
Professor für Fotografie an der HAW Hamburg

Stefan Rahner
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum der Arbeit, Stiftung Historische Museen Hamburg