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15. Juni bis 08. September 2019

Die Architektur war lange Zeit eine Männerdomäne. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts  wurden Frauen erstmals an den Technischen Hochschulen in Deutschland zu diplomierten Architektinnen ausgebildet und haben – oft mit innovativen Ideen und nicht selten gegen massive Widerstände – maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts geleistet. Wie kaum eine andere Disziplin war Architektur von jeher eine Männerdomäne. Daran hat sich bis heute nur wenig geändert. Seit einigen Jahren studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen. Der Trend ist europaweit, in Deutschland mit mehr als 53 Prozent am deutlichsten. Andererseits gibt es unter den im Beruf tätigen Architekten erst 30,9 Prozent Frauen. Zwar erreichen heute mehr Frauen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Hochschullehrerinnen, als Präsidentinnen von Architektenkammern, an dem Geschlechter-Missverhältnis in der Architektur ändern solche Karrieren dennoch wenig. Die Gründung von Büros, die Besetzung einflussreicher Stellen und Professuren ist noch immer Männersache. Die Ausstellung im Museum der Arbeit geht diesem Phänomen nach und zeigt historische und aktuelle Entwicklungen.

Gegenwärtig sind weniger als ein Drittel der Architekten Frauen, aber möglicherweise könnten es im Jahr 2020 schon über die Hälfte sein, denn momentan studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen.

Museum der Arbeit

Öffnungszeiten

Montag 10 - 21 Uhr

Dienstags geschlossen

Mittwoch bis Freitag 10 - 17 Uhr

Samstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

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Die Architektinnen

In der Ausstellung werden Architektinnen wie Emilie Winkelmann, Lilly Reich, Karola Bloch oder Sigrid Kressmann-Zschach-Losito porträtiert. Anhand ihrer Biografien werden historische Entwicklungen sichtbar gemacht und erläutert.

So gilt Emilie Winkelmann, die 1907 ihr eigenes Büro eröffnete, als erste selbständige Architektin in Deutschland.

Karola Bloch, die Frau des Philosophen Ernst Bloch, war im Exil Architektin und ernährte so ihre Familie während deren Aufenthalts in den USA. Später ging die bekennende Kommunistin nach Leipzig in die DDR und war als Architektin tätig, bevor sie 1961 in die BRD übersiedelte.

Sigrid Kressmann-Zschach-Losito galt als Star-Architektin im Westberlin der 1960er Jahre, sie hatte 300 Mitarbeiter und realisierte Großprojekte wie den Steglitzer Kreisel in Berlin.

Lotte Cohn, die in Berlin an der Technischen Hochschule Architektur studiert hatte, ging als erste freie Architektin nach Palästina/Israel.

Margarete Schütte-Lihotzky, Portraitzeichnung Lino Salini 1927, Historisches Museum der Stadt Frankfurt a. M.

Berufstätige Frauen im Fokus

MARKK

Die Ausstellung "Ausgezeichnet: Künstlerinnen des Inventars" wirft einen Blick hinter die Kulissen des Museums in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und auf die Tätigkeit seiner weiblichen Angestellten, die zu jener Zeit im Hintergrund der männlich dominierten Einrichtung wirkten.

Museum für Kunst und Gewerbe

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"Gegen die Unsichtbarkeit. Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938"  wirft ein Schlaglicht auf Gestalterinnen, die tradierte gesellschaftliche Muster durchbrachen und mit der Ausübung eines zuvor Männern vorbehaltenen Tätigkeitsbereiches mehr Autonomie und Selbstbestimmung im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag erlangten.

Medizinhistorisches Museum

undatiert, Fotosammlung des Medizinhistorischen Museums

Die Ausstellungl "Ärztin/Arzt werden"  beleuchtet  die Wechselwirkungen von Medizin, Gesellschaft und Politik in der medizinischen Lehre -  von der umstrittenen Gründung einer medizinischen Fakultät in Hamburg und der umkämpften Zulassung von Frauen zum Medizinstudium bis hin zu den Forderungen der 68er-Bewegung nach einem neuen Ärztinnen/Ärzte-Bild.

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