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Transfer des WissensWissensmanagement in der Stiftung Historische Museen Hamburg

Bei dem Wissensfundus der Stiftung Historische Museen Hamburg handelt es sich um ein komplexes und heterogenes Konglomerat. Die Häuser verfügen neben ihren Objekten auch über das Wissen um vergangene Zeiten, Ereignisse, Entwicklungen, Kulturtechniken und Zusammenhänge. Mit der regen Forschungs- und Ausstellungstätigkeit nimmt die Menge an gespeicherter Information kontinuierlich zu. Ziel des Projektes „Transfer des Wissens“ ist es, die in den Museen gewonnenen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu erfassen, zu systematisieren, zu verknüpfen und auf neue, umfangreiche Weise zugänglich zu machen. In den vorliegenden Formaten sind diese Wissensinhalte für eine weiter-führende Nutzung und Verbreitung nicht immer geeignet. Als multifunktionales Verwertungsorgan wird deshalb mit dem Pilotprojekt „Transfer des Wissens“ ein bedarfsgerechtes Wissensmanagement entwickelt und aufgebaut. Unterschiedliche Anforderungen an Wissen werden berücksichtigt, indem das Datenmaterial aufgeschlüsselt und für adressatenspezifische Präsentation verfügbar gemacht wird. Durch mehrdimensionale Verlinkungen und systematische Verschlagwortung öffnet das Projekt die Informationseinheiten für thematische und inhaltliche sowie für medien- oder formatspezifische Suchanfragen.

Gefördert durch:
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Kontakt

Dr. Elisabeth Böhm

Projektleitung

Tel. 040 428 131-179

E-Mail: elisabeth.boehm@projekt.shmh.de

Häuser- und disziplinübergreifende Arbeit

Das Projekt-Team bildet die redaktionelle Schnittstelle, dort erfolgt der inhaltliche und technische Transformationsprozess. Künftig steht der breite Fundus an Wissen sowohl für die weitere Arbeit in den Museen als auch den Besucherinnen und Besuchern sowie allen weiteren Interessierten, zum Beispiel Schülergruppen oder Forschenden, frei zur Verfügung. Denn „Transfer des Wissens“ generiert eine Daten- und Informationsbasis, die es möglich macht, analoge und digitale Wege der Kommunikation, Vermittlung, Interaktion und Partizipation mit speziell aufbereiteten Inhalten zu füllen.

Dazu arbeiten die einzelnen Team-Mitglieder an eigenen Projekten in den 3 großen Häusern der Stiftung. Es entsteht eine Kinderbuch-Serie, die Museumsobjekte in den Kontext frühkindlichen Lernens bringt und über einen QR-Code weitere spannende Informationen zu den Objekten online zugänglich macht. Außerdem begleitet „Transfer des Wissens“ ein übergreifendes Oral-History-Projekt, in dem Hafensenioren und Geschichtchen-Erzähler/innen aus der Millerntorwache mit Zeitzeug/innen aus dem Grafischen Gewerbe und dem Druckerhandwerk zu Wort kommen. Die Interviews sollen inventarisiert, archiviert und für die vielseitige Verwendung in Ausstellungen und in der Online-Kommunikation aufbereitet werden. Die notwendige technische und digitale Arbeitsumgebung baut „Transfer des Wissens“ auf. Neben der digitalen Erschließung der Magazin-Beiträge von Hamburg History Life hilft das Projekt-Team bei der digitalen Umsetzung früherer analoger Projekte wie dem ‚Hummel-Bummel‘ und dabei, Publikationen der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu speichern und zu erschließen. Für alle diese Aufgaben bedarf das Projekt einer funktionierenden digitalen Arbeitsumgebung, die häuserübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht und für die Arbeit mit großen Datenmengen (Videos, hochauflösende Bilder, umfangreiche Scans) Kooperationsmöglich-keiten, Speicherkapazitäten und Datensicherung vorhält.

Projektteam v.l.: Dr. Elisabeth Böhm (Leitung), Christina Schmidt (Museum für Hamburgische Geschichte), Eva Martens (Altonaer Museum) und Berthold Scharf (Museum der Arbeit). Foto: Elke Schneider
Projektteam Transfer des Wissens. Foto: Elke Schneider