Transfer des WissensWissensmanagement in der Stiftung Historische Museen Hamburg

Bei dem Wissensfundus der Stiftung Historische Museen Hamburg handelt es sich um ein komplexes und heterogenes Konglomerat. Die Häuser verfügen neben ihren Objekten auch über das Wissen um vergangene Zeiten, Ereignisse, Entwicklungen, Kulturtechniken und Zusammenhänge. Mit der regen Forschungs- und Ausstellungstätigkeit nimmt die Menge an gespeicherter Information kontinuierlich zu. Ziel des Projektes „Transfer des Wissens“ war es, die in den Museen gewonnenen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu erfassen, zu systematisieren, zu verknüpfen und auf neue, umfangreiche Weise zugänglich zu machen. In den vorliegenden Formaten waren diese Wissensinhalte für eine weiterführende Nutzung und Verbreitung nicht immer geeignet. Als multifunktionales Verwertungsorgan wurde deshalb mit dem Pilotprojekt „Transfer des Wissens“ ein bedarfsgerechtes Wissensmanagement entwickelt und aufgebaut. Unterschiedliche Anforderungen an Wissen wurden berücksichtigt, indem das Datenmaterial aufgeschlüsselt und für adressatenspezifische Präsentation verfügbar gemacht wurde. Durch mehrdimensionale Verlinkungen und systematische Verschlagwortung öffnete das Projekt die Informationseinheiten für thematische und inhaltliche sowie für medien- oder formatspezifische Suchanfragen.

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Häuser- und disziplinübergreifende Arbeit

Das Projekt-Team bildete die redaktionelle Schnittstelle, dort erfolgte der inhaltliche und technische Transformationsprozess. Der Fundus an Wissen steht sowohl für die weitere Arbeit in den Museen als auch den Besucherinnen und Besuchern sowie allen weiteren Interessierten, zum Beispiel Schülergruppen oder Forschenden, frei zur Verfügung. Denn „Transfer des Wissens“ generierte eine Daten- und Informationsbasis, die es möglich macht, analoge und digitale Wege der Kommunikation, Vermittlung, Interaktion und Partizipation mit speziell aufbereiteten Inhalten zu füllen.

Dazu arbeiteten die einzelnen Team-Mitglieder an eigenen Projekten in den drei großen Häusern der Stiftung. Es entstanden eine Kinderbuch-Serie, die Museumsobjekte in den Kontext frühkindlichen Lernens brachte und über einen QR-Code weitere spannende Informationen zu den Objekten online zugänglich machte. Außerdem begleitete „Transfer des Wissens“ ein übergreifendes Oral-History-Projekt, in dem Hafensenioren und Geschichtchen-Erzähler/innen aus der Millerntorwache mit Zeitzeug/innen aus dem Grafischen Gewerbe und dem Druckerhandwerk zu Wort kommen. Die Interviews wurden inventarisiert, archiviert und für die vielseitige Verwendung in Ausstellungen und in der Online-Kommunikation aufbereitet. Die notwendige technische und digitale Arbeitsumgebung baute „Transfer des Wissens“ auf. Neben der digitalen Erschließung der Magazin-Beiträge von Hamburg History Life half das Projekt-Team bei der digitalen Umsetzung früherer analoger Projekte wie dem ‚Hummel-Bummel‘ und dabei, Publikationen der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu speichern und zu erschließen. Für alle diese Aufgaben bedurfte das Projekt einer funktionierenden digitalen Arbeitsumgebung, die häuserübergreifende Zusammenarbeit ermöglichte und für die Arbeit mit großen Datenmengen (Videos, hochauflösende Bilder, umfangreiche Scans) Kooperationsmöglichkeiten, Speicherkapazitäten und Datensicherung vorhielt.

Projektteam v.l.: Dr. Elisabeth Böhm (Leitung), Christina Schmidt (Museum für Hamburgische Geschichte), Eva Martens (Altonaer Museum) und Berthold Scharf (Museum der Arbeit). Foto: Elke Schneider
Projektteam Transfer des Wissens. Foto: Elke Schneider

Die Projekte

Oral History

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Kinderbücher

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Digitales Storytelling

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Deutsches Hafenmuseum

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Wissensmanagement

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