Museum der Arbeit | 09.11.2020 Beginn: 18:00 Uhr

*ENTFÄLLT* Filmreihe zur Ausstellung "Grenzenlos": "La noire de..."

*ENTFÄLLT*

Filme sind heute ein wichtiges Medium, um (neo)koloniale Zusammenhänge zu diskutieren. Die vorgeführten Filme werden daraufhin befragt, inwieweit sie in den politischen Diskurs und in die (post)koloniale Erinnerungspolitik eingreifen. Wiederholen sie selbst rassistische Erzählungen, anstatt sie radikal zu unterlaufen? Die Filmreihe wird kuratiert von Simone Nowicki und 2021 fortgesetzt.

"La noire de..."

Regie: Ousmane Sembène

R 1966, OmU

65 min

Sembènes Langfilmdenüt, einer der ersten afrikanischen Spielfilme, basiert auf einer Zeitungsmeldung über den Selbstmord eines afrikanischen Hausmädchens.

„La noire de …“, aus der Feder des senegalesischen Intellektuellen, Schriftstellers und Filmemachers Ousmane Sembène, gilt als „erster“ Film, in dem nicht der Westen das ehemalige Kolonialland thematisiert, sondern umgekehrt der vormals Kolonisierte seine Sichtweise selbstbestimmt visuell aufarbeitet. Und so wartet der in Schwarzweiß gedrehte, 1966 entstandene Klassiker nicht mit folkloristischen Klischees auf, sondern zeigt offen die moderne postkoloniale Unterdrückung von Schwarzen Menschen in Europa am Beispiel des bei einer französischen Familie arbeitenden Kindermädchens Douanna.