Altonaer Museum | 27.09.2020 Beginn: 14:30 Uhr

Die Postkarte wird 150! Vorträge zum Jubiläum

Oliver Kotowski:

Der Hamburger Hafen auf Ansichtskarten. Wie sich eine Stadt über Postkarten repräsentiert.

Durch wessen Augen blicken wir, wenn wir das Bild des Hamburger Hafens auf einer Ansichtskarte ansehen? Tatsächlich haben die Haltungen und Motive einer Vielzahl von Akteuren Einfluss. Die Verkettung von realem Hafen, Akteuren und der Darstellung des Hafens endet zudem nicht mit dem Druck der Karte, sondern reicht darüber hinaus.

 


 

Das Postkartenarchiv des Altonaer Museums

Mit einem Bestand von ca. 1,5 Millionen Postkarten ist die Sammlung des Altonaer Museums eine der größten Deutschlands. Die Motive reichen von Stadt- und Landschaftsansichten aus Deutschland und dem Ausland bis hin zu kulturgeschichtlichen Sonderthemen wie Krieg (Feldpost), Schifffahrt, Verkehr, Kunst, Sport, Politik, Erotik, Werbung oder Glückwunschkarten. Der thematischen Ausrichtung des Altonaer Museums entsprechend, richtet sich die heutige Sammeltätigkeit jedoch schwerpunktmäßig auf Altona und Norddeutschland. Einen besonderen Bestand bilden die mehr als 1970 Künstlerpostkarten, d.h. Postkarten mit Originalzeichnungen von Künstlern. Der größte Teil dieser Sammlung stammt aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts und umfasst zahlreiche Werke von Mitgliedern der Künstlergruppe „Die Brücke“. Bereits 1962 wurde unter dem damaligem Direktor Gerhard Wietek die erste Sonderausstellung “Bemalte Postkarten und Briefe deutscher Künstler” zum Thema Künstlerpostkarten im Altonaer Museum organisiert. 1965 folgte die Ausstellung “Die Bildpostkarte in Deutschland, auch ein Spiegel der Kulturgeschichte”, der ein Aufruf nach Leihgaben im Hamburger Abendblatt voran ging. Auch Wieteks Nachfolger Gerhard Kaufmann nahm ab 1978 die Postkarte in Publikationen und Ausstellungen in den Blick. Inzwischen war die Postkartensammlung des Altonaer Museums um zahlreiche Schenkungen erweitert worden.

>> mehr erfahren