Altonaer Museum | 12.10.2022 Beginn: 18:00 Uhr

Lesung und Gespräch: "Die Elektrikerin"

"Die Elektrikerin. Mein Überlebensweg als tschechische Jüdin 1939 bis 1945"
von Franci Rabinek Epstein


Die Erinnerungen der tschechischen Jüdin Franci Rabinek (1920–1989) an ihre traumatische Deportation sind ein ungewöhnliches Zeugnis von der Kraft der Resilienz, das nicht zuletzt wegen seiner Direktheit lange unveröffentlicht blieb. Franci ist eine erfolgreiche Modedesignerin in Prag, als sie 1942 zusammen mit ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert wird. Ihr Überlebensweg führt über Auschwitz, die Außenlager des KZ Neuengamme in Hamburg – Dessauer Ufer, Neugraben und Tiefstack – bis nach Bergen-Belsen, wo sie befreit wird. Mit großer Offenheit, dem Mut zur (Selbst-)Kritik und unerwartetem Humor schildert sie aus der Sicht einer lebenshungrigen jungen Frau, wie sie überleben konnte: durch Solidarität, Einfallsreichtum und das beherzte Ergreifen von Chancen wie bei ihrer Begegnung mit dem Lagerarzt Josef Mengele, vor dem sie sich als Elektrikerin ausgibt. Francis Tochter Helen Epstein, selbst renommierte Autorin zum Thema der zweiten Holocaust-Generation, führt ein Gespräch mit Siri Keil über die Erlebnisse ihrer Mutter. Nina Petri liest aus der deutschen Übersetzung.

"[Ihre Erinnerungen] sind voller Leidenschaft, Schmerz und Liebe. Sie erhellen eine der dunkelsten Phasen der Menschheit, indem sie Zeugnis ablegen von der unendlichen Resilienzfähigkeit des Menschen."Madeleine Albright, ehem. Außenministerin der USA


Siri Keil
(Moderatorin) im Gespräch (in englischer Sprache) mit Helen Epstein (Autorin, Tochter von Franci Rabinek), Lesung: Nina Petri (Schauspielerin)

 

Eine Veranstaltung des Dölling und Galitz Verlags und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.

 

 

Bild oben: Franci Rabinek Epstein als junge Modedesignerin in Prag, 1936, © Courtesy Helen Epstein

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