Museum der Arbeit | 13.02.2021 Beginn: 10 - 17 Uhr

Diasporic C/Artographies für BIPoC

Zweitägiger Workshop (13. und 27. Februar 2021)

mit Corinna Humuza (Kampnagel) und Katrin Singer (AG Kritische Geographien globaler Ungerechtigkeiten, Universität Hamburg)

Ein k/artografischer Workshop zu diasporischen Gegenerzählungen in der Stadt zeigt, wie postkoloniale Gegenwarten in Hamburg aktuell gelebt und ausgestaltet werden. Dabei werden kolonial-kartographische Ideen entlang von Kategorisierungen, Grenzziehungen und Benennungen bewusst radikal aufgebrochen und durch ein postkoloniales Verständnis von Karten und Raum ersetzt. Die Kritische K/artografie stellt dafür Werkzeuge, Zugänge und Praktiken bereit, die die Visualisierung und Verortung von herrschaftskritischem Wissen möglich machen.


Im Workshop sollen mit Hilfe des kollektiven Kartierens diasporische Gegennarrative zu dominanten Erzählungen von Stadt(geschichte) und kolonialen Kontinuitäten visualisiert werden. Am Ende entsteht eine Karte, aus einem von Differenz bereicherten Verständnis auf Stadt und gibt vielfältige Antworten u. a. auf: Was bedeuten diasporische Räume für mich, wie und wo verorte ich Erinnerung, Emotionen und alltägliche Widerstände in der Stadt? Wie stehe ich in Beziehung zu dieser Stadt? Und wie können Fiktion und Emanzipation für ‚Diasporic Futures‘ auf Karten angedacht und geplant werden?
Kartographischen Perspektiven auf Hamburg werden so um ein heterogenes, kreatives und politisches Statement erweitert und es entsteht eine Karte jenseits jeder Schablone.

Die die Teilnehmer*innen erlernen die geographische Praxis des countermappings, die sie als Multiplikator*innen in ihren eigenen Kontexten anwenden und weitergeben können.

Der Workshop richtet sich ausschließlich an BIPoC und wird an zwei zusammenhängenden Terminen stattfinden.