Museum für Hamburgische Geschichte | 08.12.2022 Beginn: 19 - 21 Uhr

Der Woermann-Konzern und der deutsche Kolonialismus

Das Museum für Hamburgische Geschichte im Aufbruch - Vorträge und Diskussionen zur Neuplanung

100 Jahre nach seiner Eröffnung wird das Museum für Hamburgische Geschichte umfassend modernisiert – und möchte seine Aufbruchsstimmung im Rahmen von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion mit der Öffentlichkeit teilen.

Wie hingen koloniale Herrschaft, koloniale Wirtschaft und hanseatisches Unternehmertum im Deutschen Kolonialreich zusammen? In seinem Vortrag beleuchtet der Historiker Kim Sebastian Todzi den Aufstieg und Fall des Hamburger Woermann-Konzerns von 1837-1916 und dessen enge Verbindung zur deutschen Kolonialherrschaft. Dabei wird unter anderem thematisiert, welche Rolle der Woermann-Konzern bei der Kolonisierung Kameruns spielte, wie sich der Unternehmenskomplex in einer quasi symbiotischen Beziehung mit der deutschen Kolonialherrschaft entwickelte und wie er während des Völkermordes an den Herero und Nama (1904-1908) die Truppentransporte von Hamburg nach Deutsch-Südwestafrika organisierte.

Referent: Kim Sebastian Todzi