Museum der Arbeit | Digitale Veranstaltung | 08.12.2020 Beginn: 18:00

Crowdworking und Plattformen – Digitale Arbeit im globalen Wettbewerb - Digitale Gesprächsrunde

Mit Florian Alexander Schmidt – HTW Dresden und Laura Meschede – Journalistin

Moderation: Angela Gruber – Journalistin

 

Plattformen spielen im digitalen Zeitalter eine wichtige Rolle bei der Organisation von Arbeitsprozessen und der Vermittlung von Jobs. Über 70 Millionen Menschen weltweit arbeiten mittlerweile als Crowdworker*innen – oft unsichtbar und unter prekären Bedingungen. Nicht nur großer Konkurrenzdruck und hohe Flexibilität bestimmen den globalen Wettbewerb, auch die finanzielle Abhängigkeit der Crowdworker*innen ist oft hoch und die Rechte der Arbeitnehmer*innen werden durch Solo-Selbstständigkeiten ausgehebelt. Zudem erfolgt die Verteilung der Arbeit über Plattformen nicht überall zu den gleichen Bedingungen.

Wie ist Crowdworking zwischen und innerhalb den Ländern des globalen Nordens und Südens verteilt? Welche Tätigkeiten werden wie über digitale Plattformen vermittelt und inwiefern reproduzieren sich darin globale Ungleichheiten oder Ausbeutungsverhältnisse? Wie funktionieren plattformvermittelte Arbeit und welche Macht üben Unternehmen über digitale Plattformen aus? Welche Auswirkungen hat Crowdsourcing auf den globalen Arbeitsmarkt und welche Chancen und Risiken sind für Arbeitende und Unternehmen weltweit mit dieser Art von Arbeit verbunden? 

Darüber sprechen wir mit:

Florian Alexander Schmidt ist Teil des International Network on Digital Labour (INDL) und Herausgeber der Studie „Crowdproduktion von Trainingsdaten: Zur Rolle von Online-Arbeit beim Trainieren autonomer Fahrzeuge“ (Hans-Böckler-Stiftung, 2019). Anhand von qualitativen Interviews hat er die Arbeitsbedingungen von Crowdworker*innen in Venezuela untersucht, die Trainingsdaten für die deutsche Autoindustrie generieren. Neben seiner Tätigkeit als Designer und Professor für Designkonzeption und Medientheorie an der HTW Dresden veröffentlicht er seit 2006 Bücher, journalistische Artikel und wissenschaftliche Studien in den Bereichen Designgeschichte, Medientheorie und Zukunft der Arbeit. Die Mechanismen digitaler Plattformen, die Geschichte des Crowdsourcing sowie die Herausforderungen von Crowd- und Gigwork beschäftigen ihn dabei besonders.

Laura Meschede schreibt regelmäßig über gesellschaftliche Umbrüche und Veränderungen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Als investigative Journalistin hat sie eine Zeit lang als Clickworkerin bei Amazon Mechanical Turk gearbeitet. Über online-Foren hat sie sich mit Crowdworker*innen weltweit ausgetauscht und einige von ihnen in Indien besucht, um mehr über die Arbeitsbedingungen in der Plattformökonomie, die Erwartungen und Abhängigkeiten, die mit Clickwork verbunden sind, zu erfahren.

Angela Gruber ist als Journalistin, Moderatorin und Referentin tätig. Als Projektleiterin des Snapchat-Teams und als Redakteurin im Netzwelt-Ressort von Spiegel Online hat sie immer interessiert, was im Internet passiert und was das Netz mit unserem Leben macht.

Die Veranstaltung ist Teil der digitalen Diskussionsreihe Arbeit 4.0. Sie findet statt in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung Hamburg (Julius-Leber-Forum) und dem Museum der Arbeit.

Hinweise zur Teilnahme:

  • Die Gesprächsrunde findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle, die teilnehmen möchten, per E-MailWir bitten deshalb um Anmeldung zur Veranstaltung bis Montag, den 07. Dezember 2020, 18 Uhr an info@w3-hamburg.de
  • Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Die Nutzung von Kamera oder Headset seitens der Teilnehmenden ist optional. Fragen, eigene Erfahrungen und Anmerkungen können alternativ auch über die Chat-Funktion eingebraucht werden und sind herzlich willkommen.
  • Zur Durchführung der online-Veranstaltung nutzen wir das Programm Zoom. Der Veranstaltung wird über den Browser beigetreten. Hierfür einfach den Link nutzen und nach Aufforderung den Zugangscode eingeben. Für eine stabile Verbindung über den Browser empfehlen wir, ein Ethernetkabel zu nutzen.
  • Die Veranstaltung ist bereits 5 Minuten vor Beginn geöffnet. Nutzt diese Zeit gerne, um euch entspannt einzuloggen und euch ein wenig mit dem Programm vertraut zu machen.
  • Für die Veranstaltung gelten die Datenschutzbestimmungen der Friedrich-Ebert-Stiftung Hamburg (Julius Leber Forum), die den Zoom-Account bereitstellt. Die Datenschutzrichtlinien werden nach der Anmeldung verschickt.
  • Die bei der Anmeldung mitgeteilten personenbezogenen Daten (Name, E-Mail-Adresse) dienen dem Zweck der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen. Sie werden von der W3 – Werkstatt für Internationale Kultur und Politik e.V. zur Teilnahmeverwaltung, das beinhaltet ggf. auch die Kontaktaufnahme nach der Veranstaltung bzgl. der Veranstaltung, gespeichert und verarbeitet. Zur Dokumentation gegenüber Förder*innen werden Veranstaltungsunterlagen 10 Jahre lang aufbewahrt. Hier geht es zur Datenschutzerklärung der W3.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

 

 

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