Altonaer Museum | Metropolis Kino Hamburg, Kleine Theaterstr. 10, Hamburg | 22.05.2022 Beginn: 11:00 Uhr

CLOSE-UP auf Filme der Hochschule für bildende Künste Teil II

Die erste Filmklasse der Hochschule für bildende Künste (HfbK) geht zurück auf das Jahr 1965. Der erste Film der Klasse „Anfangszeiten“ ist im Rahmen der Ausstellung Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten zu sehen. Im Filmprogramm holen wir Aktuelles, Eklektisches, Augenscheinliches und Vielfältiges der HfbK auf die Leinwand. Ein besonderes Programm in zwei Teilen von Bernd Schoch (Professor für die Einführung in künstlerisches Arbeiten mit Film) und den Studierenden der Hfbk zusammengestellt.

 

Das Programm

Die geheimnisvollen Inseln  2021, Marian Freistühler 23‘, Bab 7 2020, Nizan Kasper 16’, Retour 2022 Mohammad Poori 7’, Neither You Forget Me, nor I Forget You  2021, Seda Kacak 17’, L’Artificio 2020, Francesca Bertin, 23’

Gesamtlänge: 86‘


Zu Gast: alle Filmschaffenden 

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Die geheimnisvollen Inseln 2021, Marian Freistühler 23‘:
Geisterhaft liegen die zeitweise stillgelegten Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen. Ein junger Mann kommt in die Stadt und wartet am Elbufer auf eine Nachricht. Er beobachtet im Sonnenuntergang flanierende Paare und kauft sich ein paar Snacks.

Bab 7 2020, Nizan Kasper 16’:
Sowie ein Fluss den Hamburger Hafen vom Stadtkern trennt und ein Tunnel ihn mit diesem verbindet, verschwimmen im Hafengebiet die Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Räumen. Spuren tonnenschwerer LKW`s schlängeln sich durch diese Räume hindurch, wie durch ein Labyrinth; toxische Rauchschwaden ziehen durch Beton und Kranlandschaften, welche sich in einer Symbiose mit der Natur zu mystischer Idylle entfalten. Eine Erkundung mit der Kamera und dem Tongerät gewährt fragmentarische Einblicke in die Geschichten der Besucher dieser Orte und in das Leben eines Geistes, der sie auf ewig belebt.

Retour, 2022 Mohammad Poori 7’.
"And if all I know how to do is speak, it is for you that I shall speak. My lips shall speak for miseries that have no mouth, my voice shall be the liberty of those who languish in the dungeon of despair… And above all my body as well as my soul, beware of folding your arms in the sterile attitude of spectator, for life is not a spectacle, for a sea of pain is not a proscenium."
Aimé Césaire, Notebook for a return to the native land

Neither You Forget Me, nor I Forget You  2021, Seda Kacak 17’.
Zwei Schwestern mit unterschiedlichen Muttersprachen und unterschiedlichen Erinnerungen. Auch wenn sich Elif und Sinem gerade erst kennengelernt haben und keine gemeinsamen Erinnerungen haben, fühlen sie sich einander verbunden.

L’Artificio 2020, Francesca Bertin, 23’:
Das 20. Jahrhundert - Zeitalter der Planstädte. Die Imagination einer utopischen Stadtlandschaft der 1960er Jahre wird in "L'Artifcio" verbunden mit Protagonist*innen von Heute, die sich selbst spielen und so der Planstadt Zingonia in der italienischen Provinz Bergamo eine Stimme geben. Fragmente von Geschichten einer geträumten Stadt.

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Foto: Die geheimnisvollen Inseln (2021) von Marian Freistühler (auch Copyright)

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