Fotos: ISD-Bund-e.V

Re:Präsentationen Black History Month Hamburg 2020

05. bis 24. Februar 2020

Die Ausstellung Re:Präsentationen zielt darauf ab, die Geschichte und Gegenwart von Schwarzen Menschen in Hamburg hervorzuheben und zu zeigen, dass Schwarze Menschen in Deutschland eine historische und einflussreiche Präsenz haben.

Frei zugänglich für alle Interessierten, dient die Ausstellung Schwarzen Menschen in Deutschland als Medium, sich selbst zu repräsentieren, sich in ihrer Einzigartigkeit als Künstler*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Individuen und vielem mehr, zu zeigen und bietet eine Plattform für die Arbeit von Schwarzen Künstler*innen, zum Austausch sowie zur Diskussion Schwarzer Themen.

Re:Präsentationen beinhaltet das „Homestory Deutschland“ Projekt der Initiative Schwarze Menschen Deutschland, welches Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart zeigt. Zu sehen sein wird auch der gefeierte, neue Film von Natasha A. Kelly „Millis Erwachen“ über das Leben Schwarzer Künstlerinnen aus Deutschland. Angelehnt an das re:present Projekt von Wasi Daniju wird die Fotoreihe „Schwarzes Hamburg“ des Black History Month Hamburg ausgestellt, in welcher Fotografin Lemia Monét Bodden, Schwarze Hamburger*innen aus verschiedenen Generationen, Gesellschaftsschichten und Teilen Hamburgs porträtiert.

Eine Ausstellung des Altonaer Museums, organisiert vom Hamburger Team des Black History Month, im neu eingerichteten Open Space des Altonaer Museums.

Der Eintritt zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm ist frei!

Altonaer Museum

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Öffnungszeiten

Montag 10 - 17 Uhr

Dienstag geschlossen

Mittwoch bis Freitag 10 - 17 Uhr

Samstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Gefördert im Programm 360°
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Black History Month

Jedes Jahr im Februar wird in zahlreichen Ländern der Black History Month (BHM) gefeiert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück, als der Historiker Carter G. Woodson eine Veranstaltungsreihe initiierte, um die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen der afro-amerikanischen Bevölkerung aufmerksam zu machen.

Seit dem ersten Hamburger BHM 1996, der anfangs in kleinerem Rahmen von der US-amerikanischen Sängerin Cynthia Utterbach initiiert wurden war, die Popularität und das Programm stetig gewachsen. Mit einem reichhaltigen Programm aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Tanzvorführungen, Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmbeiträgen, Poetry, Lesungen, Workshops, Talkshows, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem speziellen Jugendprogramm erreichte der BHM in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum.

Die Veranstaltungen des BHM stehen allen interessierten Menschen offen und fördern ein besseres Verständnis untereinander. Für Kinder und Jugendliche bietet sich eine gute Möglichkeit der positiven Identifikation mit der Schwarzen Gemeinschaft Hamburgs.

Rahmenprogramm

Vortrag: Schwarze Geschichte in Deutschland - Tsepo Andreas Bollwinkel
15.02.2020 15:00 - 17:00 Uhr
Altonaer Museum

Vortrag: Schwarze Geschichte in Deutschland - Tsepo Andreas Bollwinkel

Tsepo Andreas Bollwinkel ist Schwarzer Südafrikaner im deutschen Exil. Denkt und arbeitet zu Schwarzer Identität, Anti-Rassismus,...

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SchwarzRund liest „Biskaya“
22.02.2020 15:00 - 17:00 Uhr
Altonaer Museum

SchwarzRund liest „Biskaya“

Autorinnenlesung. SchwarzRund liest aus ihrem queeren, afropolitanen Roman „Biskaya“. In ihrem Roman vermittelt SchwarzRund ein Gefühl, wie es...

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 „Wer wir sein wollten“ - Filmvorführung und Gespräch
29.02.2020 15:00 - 17:00 Uhr
Altonaer Museum

„Wer wir sein wollten“ - Filmvorführung und Gespräch

Ein Dokumentarfilm über Rollenbilder von Schwarzer Jugendlichen in den 1990er Jahren. Filmvorführung und Gespräch mit der Filmemacherin Tatiana...

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Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart

›Homestory Deutschland‹ ist ein kollektives Selbstporträt. Es greift afrikanische, afrikanisch amerikanische und Schwarze deutsche Erinnerungstraditionen auf, in denen der mündlichen und schriftlichen Weitergabe von gelebter Erfahrung eine maßgebliche Rolle zukommt. Schwarze Perspektiven und Reflexionen, Beiträge und Verdienste erfahren dabei als Quelle eines vielstimmigen und gemeinschaftlichen Wissens eine besondere Würdigung. Mit der Zusammenschau von siebenundzwanzig visuell aufbereiteten Biografien Schwarzer Männer und Frauen aus drei Jahrhunderten lässt sich einerseits exemplarisch erhellen, in welcher Weise sich gesellschaftliche und damit systemische Rahmenbedingungen in einzelne Lebensgeschichten einschreiben und diese formen und prägen. Konzipiert von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland - ISD-Bund e.V.
Foto: ISD-Bund e.V
Foto: ISD-Bund e.V
Foto: ISD-Bund e.V
Foto: ISD-Bund e.V

Millis Erwachen/Milli’s Awakening – Videoinstallation

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Foto: Anh Trieu, Henning Fehr, Philipp Rühr

In Anlehnung an die feministische Tradition des Quiltens bringt Kelly in ihrem Film Millis Erwachen/Milli’s Awakening (2018) die Stimmen von acht Schwarzen deutschen Frauen verschiedener Generationen zusammen. Sie alle haben durch ihre künstlerische Praxis einen Weg gefunden, eine selbstbestimmte Position innerhalb der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft für sich zu definieren. Es entsteht ein filmischer Quilt, der die Vielfältigkeit und Verwobenheit ihrer Geschichte(n) reflektiert.

Millis Erwachen, 2018
Video, S/W, Ton, 45′
In Kooperation mit Anh Trieu, Henning Fehr und and Philipp Rühr
Mit Diana, Maciré, Maseho, Nadu, Naomi, Patricia, Sandrine, Zari
Courtesy Natasha A. Kelly

Im Auftrag und koproduziert von Berlin Biennale for Contemporary Art

Mit Unterstützung von Rudolf Augstein Stiftung

„Schwarzes Hamburg“ - Porträts von Schwarzen Menschen.

Ein Fotoprojekt des Black History Month Hamburg
Foto: Sarata © BHM-Hamburg & Lemia Monét Bodden
Foto: „Sarata“ © BHM-Hamburg & Lemia Monét Bodden

Über den OPEN SPACE in der Säulenhalle

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Foto: SHMH/Sinje Hasheider

Im Rahmen des Programms 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes, möchte das Altonaer Museum mit „Open Space“, einer Barrierefreien Ausstellungsfläche im geplanten Public Space, diversen Communities mehrmals im Jahr die Möglichkeit geben, selbst kuratierte Ausstellungen zu präsentieren.  Darüber hinaus möchten wir unsere Besucher*innen einladen, den Veränderungsprozesse im Museum, mit kleineren aktuellen Ausstellungen im Open Space zu verfolgen und mitzugestalten. Der Open Space soll über eine bloße  Ausstellungsfläche hinaus außerdem als Interaktionsfläche, Gesprächsraum, Forschungswerkstatt und niedrigschwelliger Zugang in eine Kulturinstitution, für bisher benachteiligte Communities sein. Somit würde auch ein Ort im Altonaer Museum geschaffen, an dem sich der Wandel der Stadtgesellschaft direkt widerspiegelt, eine interaktivere Vernetzung des Museum mit den Communities möglich wird und an dem sich Ideen für zukünftige Sonderausstellungen erproben lassen.