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Altonaer Museum | 17.11.2019 Beginn: 14 Uhr

Peter Rühmkorf / Marcel Reich-Ranicki: Der Briefwechsel

Lesung mit Joachim Kersten und Stephan Opitz

Freunde waren sie nicht. Doch sie gingen höflich und zuweilen freundlich miteinander um: Der Feuilletonredakteur der »Frankfurter Allgemeinen« warb um die Beiträge des Schriftstellers, mahnte, bat und drohte, wenn wieder einmal ein Abgabetermin für eine Buchkritik verstrichen war. Der Lyriker warb um Verständnis für seine Säumigkeit und schlug immer neue Bücher und Themen vor, bis er 1989 die Arbeitsbeziehung aufkündigte, weil Reich-Ranicki den Roman „Ein weites Feld“ von Günter Grass verrissen hatte. Erst nach Jahren näherten sich die beiden wieder an.

Beide waren glänzende Briefschreiber, voller Humor und mit einer Vorliebe für rhetorische Finten begabt. Die schönsten Briefe aus dem Briefwechsel werden in der Lesung von den beiden Testamentsvollstreckern Rühmkorfs vorgetragen.


Foto: Peter Rühmkorf, Selbst III_88, Manuskript, 1987-1988, Foto DLA Marbach

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