Altonaer Museum | 15.06.2021 Beginn: 17 Uhr

Bei Anruf Kultur: Lebendige Vergangenheit in der Vierländer Kate

So kommt das Altonaer Museum ins eigene Wohnzimmer: Im Altonaer Museum befindet sich ein spannendes und sehr großes Objekt, die Vierländer Kate. Man hat ein Bauernhaus im Museum eingebaut. Dieses ungewöhnliche Exponat wird von Ulla Weichlein am Telefon genauer erläutert, dabei nimmt sie ihre Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine außergewöhnliche Reise. 

Ein Haus im Haus. Die Vierländer Kate ist seit 1956 fester Bestandteil des Altonaer Museums und macht die bäuerliche Wohnform und das Wohngefühl der damaligen Zeit erlebbar. Mensch und Tier haben sich das Gebäude geteilt. Heute kann man sehr anschaulich erleben, wie der Alltag mit einer offenen Feuerstelle unter einem Reetdach aussah. Die Bauern mit zwei eigenen Stuben, die durch die Nähe zur Feuerstelle sicherlich wärmer gewesen sind, als die Schlafstätten der Knechte im Heuboden und der Mägde in einem für heutige Verhältnisse sehr kleinen Alkoven, mehrere Personen zusammen. Es gibt viel in der Kate zu entdecken: Alltagsleben, Werkzeuge, Architektur.

Melden Sie sich bitte für diese Veranstaltung an. Danach erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Festnetznummer und die Raumnummer für die Einwahl. Während der Führung werden sie auf stumm geschaltet und können so in aller Ruhe zuhören, müssen sich aber gleichzeitig keine Sorgen machen, wenn sie auf der heimischen Couch mit der Decke rascheln oder die Teetasse geräuschvoll abstellen. Zwischendurch werden die Teilnehmenden wieder dazu geschaltet, um Fragen zu stellen. Die Führungen dauern eine Stunde, ein weiterer Austausch im Anschluss ist möglich.

Durch die Schließung der Museen und Ausstellungen bleibt Kunstinteressierten der Zugang zu Gemälden, Skulpturen oder historischen Objekten derzeit verschlossen. Die Firma Grauwert möchte das ändern und hat mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und verschiedenen Hamburger Museen und Kunstvermittlern das Projekt „Bei Anruf Kultur“ gestartet. Grauwert will Kultur auch während des Corona-Lockdowns zugänglich machen. Dafür haben die Kooperationspartner Telefon-Führungen entwickelt. Bis zu 15 Interessierte können einer Führung am Telefon folgen und auch Fragen stellen.


Bild: Vierländer Kate. Foto: SHMH/Sinje Hasheider