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Tattoo-Legenden Christian Warlich auf St. Pauli

27. November 2019 bis Mai 2020

Die Praxis der Tätowierung erlebte in der westlichen Welt bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine regelrechte Blüte. Ein Protagonist dieser Zeit ist der Hamburger Tätowierer Christian Warlich (1891–1964), der als einer der bedeutendsten Tätowierer des 20. Jahrhunderts gilt und als „König der Tätowierer“ international bekannt wurde. Im Bestand des Museums für Hamburgische Geschichte befindet sich das weltweit größte Warlich-Konvolut, das die Grundlage der Ausstellung bildet. Im Mittelpunkt stehen Warlichs handgemalte Vorlagezeichnungen in Alben und auf Einzelblättern. Sein Vorlagealbum ist die bekannteste und weltweit am stärksten rezipierte Motivsammlung für Tätowierungen. Ein Nachbau von Warlichs Tattoo-Atelier wird einen Einblick in sein damaliges Arbeitsumfeld geben und Werbe-Postkarten sowie eine Fotostrecke des Bildberichterstatters Erich Andres sollen deutlich machen, dass Warlich nicht nur die Kunst, sondern auch die Vermarktung des Tätowiergewerbes auf eine neue, professionellere Ebene gehoben hat.

Erstmals werden in der Ausstellung auch Objekte zur Tätowiergeschichte Deutschlands aus dem 19. Jahrhundert zu sehen sein. Dabei handelt es sich um einen Fundus von Fotografien der Hamburger Polizeibehörde mit eindrucksvollen Portraits tätowierter Strafgefangener, die der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich gemacht wurden. Auch historische Vorlageblätter des Hamburger Tätowierers Karl Rodemich, der schon in den 1870er Jahren in Hamburg tätig war, können erstmals präsentiert werden.

Zudem sollen Objekte zu Karl Finke, Willy Spiegel, Martin Ahlers, Herbert Hoffmann und anderen Tätowierern des 20. Jahrhunderts einen Einblick in die damalige Szene in Hamburg bieten und den Kontext von Warlichs Arbeit deutlich machen.

In Kooperation mit

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Museum für Hamburgische Geschichte

Öffnungszeiten

Montag 10 - 17 Uhr 
Dienstags geschlossen 
Mittwoch bis Freitag 10 - 17 Uhr 
Samstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

Das Vorlagealbum

Im Rahmen des Projektes Nachlass Warlich konnte bereits das wiederentdeckte und bisher unveröffentlichte Vorlagealbum Buch No. 3 von Karl Finke (1866–1935) publiziert werden, das Teil der Sammlung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde ist. Im Bestand des Museums für Hamburgische Geschichte befindet sich das wohl bekannteste Dokument der deutschen Tätowiergeschichte: das Vorlagealbum von Christian Warlich (1891–1964). Im Sommer 2019 wird eine Neu-Herausgabe von Warlichs Hauptwerk von Dr. Ole Wittmann herausgegeben und beim Prestel Verlag erscheinen. Erstmals veröffentlichte Stephan Oettermann das Vorlagealbum von Christian Warlich im Jahr 1981. Bis 1991 gab es drei Auflagen des Bandes, der heute nicht mehr lieferbar ist. Da das Buch äußerst begehrt ist, wird es im Rahmen der neuen Ausgabe wieder zugänglich gemacht. Oettermanns Publikation des Albums vor fast vierzig Jahren war eine Pionierarbeit. Aus heutiger Perspektive kann die damalige Abbildungsqualität Warlichs kolorierten Zeichnungen jedoch nicht gänzlich gerecht werden. Daher besteht der Bedarf, das Album in höchster Qualität neu aufzulegen – als eine Art Faksimile mit kurzem, zweisprachigem Textteil (de/en). Die Güte der Originale weicht im Vergleich frappierend von den damaligen Reproduktionen ab. Daher wird die Neu-Herausgabe zu einer neuen Wahrnehmung und nochmals gesteigerten Wertschätzung von Warlichs Arbeiten führen. Ferner fließen im Rahmen des aktuellen Projektes Nachlass Warlich gewonnene Forschungsergebnisse in den Begleittext ein.

108 Seiten, davon 66 Seiten Reproduktionen des Vorlagealbums von Warlich mit über 300 Tattoo-Designs in Originalgröße (Farbabbildungen)
41 Begleitabbildungen
24,5 x 32 cm
Hardcover zweisprachig (deutsch/englisch)
erscheint am 2. September 2019 bei Prestel
€ 38,– (D)
ISBN 978-3-7913-5896-3

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Tattoo Flash Book

Erstmals veröffentlichte Stephan Oettermann das Vorlagealbum von Christian Warlich (1891–1964) im Jahr 1981. Bis 1991 gab es drei Auflagen des Bandes, der heute nicht mehr lieferbar ist. Da das Buch äußerst begehrt ist, wird es im Rahmen der neuen Ausgabe wieder zugänglich gemacht. Oettermanns Publikation des Albums vor fast vierzig Jahren war eine Pionierarbeit. Aus heutiger Perspektive kann die damalige Abbildungsqualität Warlichs kolorierten Zeichnungen jedoch nicht gänzlich gerecht werden. Daher bestand der Bedarf, das Album in höchster Qualität neu aufzulegen – als eine Art Faksimile mit zweisprachigem Textteil. Die Güte der Originale weicht im Vergleich frappierend von den damaligen Reproduktionen ab. Daher wird die Neu-Herausgabe zu einer neuen Wahrnehmung und nochmals gesteigerten Wertschätzung von Warlichs Arbeiten führen. Ferner fließen im Rahmen des aktuellen Projektes Nachlass Warlich gewonnene Forschungsergebnisse in den Begleittext ein.
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Collector’s Edition
€ 299,– (D)
ISBN 978-3-00-062733-0

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Pin mit Warlich-Motiv
Erhältlich im Museumsshop

Christian Warlich - der "Stecher von St. Pauli"

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Forschung

Seit Dezember 2015 erforscht Ole Wittmann in Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte den Nachlass des Tätowierers Christian Warlich. Im Bestand des Museums befindet sich der Löwenanteil des Nachlasses von Warlich. Dieses Konvolut bildet die Grundlage für das Vorhaben. Der Nachlass wurde bisher weder umfassend untersucht noch der Öffentlichkeit oder Fachwelt zugänglich gemacht. Im Bestand befinden sich Vorlagenbücher, Zeichnungen, Tätowiergeräte, Fotografien, Korrespondenzen und Hautpräparate, bei denen es sich um von Warlich entfernte Tätowierungen handelt. Neben einer Kontextualisierung innerhalb der Hamburger Tattoo-Geschichte lassen sich Parallelen zur US-amerikanischen, englischen und ostasiatischen Tätowierung ziehen.

DOSSIER

Motive aus dem Vorlagealbum von Christian Warlich, um 1934, SHMH
Motive aus dem Vorlagealbum von Christian Warlich, um 1934, SHMH

Bilder, die unter die Haut gehenWarum Tattoos große Kunst sind

Die Geschichtsschreibung zu Tattoos ist von Kolportagen geprägt, entsprechend kursieren unzählige Irrtümer im Hinblick auf die Tätowierung. Man denke nur an das hartnäckige Gerücht, dass Hautbilder in Europa ursprünglich nur Seeleuten, Kriminellen oder der Unterschicht vorbehalten waren oder an die immer wieder zu lesende Behauptung, dass das Tattoo im Zuge von James Cooks Seereisen in den 1770er Jahren in Europa eingeführt wurde. All dies ist nicht richtig.

Video

Tattooing über alles (2018)

Die Dokumentationsreihe Tattooing Über Alles zeigt die Arbeit von Dr. Ole Wittmann und sein Projekt Nachlass Warlich.


NDR "Typisch" (2018)

NDR Hamburg Journal (2018)

NDR DAS! (2018)

AUFRUF

Sie haben ein Warlich-Objekt in Ihrer Sammlung oder ein Tattoo von Christian Warlich? Oder Sie kennen jemanden, der eines hat?

Haben Sie Bekanntschaft mit Warlich gemacht oder Hinweise zu seinen Nachkommen?

Wenn Sie weiterhelfen können bitten wir Sie, uns zu kontaktieren:

mail@nachlasswarlich.de oder 04193 – 959 77 97

Wir sind für jeden Hinweis dankbar!

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