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Tanz des Lebens100 Jahre Hamburgische Sezession

15. April 2019 bis Februar 2020

Die Hamburgische Sezession wurde 1919 als eine der letzten künstlerischen Sezessionsgruppen in Deutschland gegründet. Sie zählte bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1933 insgesamt 54 Mitglieder, darunter neben Malern auch Architekten und Literaten. Die Vereinigung wollte das Umfeld für die Künste in der Kaufmannsstadt Hamburg, in der es damals keine Kunstakademie gab, verbessern und eine lebendige Kunstszene etablieren. Bereits Alfred Lichtwark, der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, hatte festgestellt, dass viele Künstler zur Ausbildung die Stadt verließen und nicht wieder zurückkehrten. Die Hamburgische Sezession markiert somit die Geburtsstunde einer Kunstszene in Hamburg, deren Echo bis heute nachhallt. Vom NS-Regime wurde die Hamburgische Sezession zum Ausschluss der jüdischen Mitglieder aufgefordert. Daraufhin löste sich die Gruppe am 16. Mai 1933 auf. Viele der Künstler erlebten in der Folgezeit Berufsverbot und Verfemung, nicht Wenige emigrierten.

 Die erste Ausstellung der Hamburgischen Sezession wurde am 14. Dezember 1919 in der Hamburger Kunsthalle eröffnet. Der Ausstellungstitel „Tanz des Lebens“ ist einer Grafik jener ersten Ausstellung entlehnt. Anfänglich gab es in der Hamburgischen Sezession keinen spezifischen Stil, in den Werken spiegelte sich vielmehr der Einfluss vieler relevanter Kunstströmungen jener Zeit. Ein eigener Sezessions-Stil entwickelte sich dann ab Mitte der 20er Jahre. Dieser war vor allem durch abgerundete Konturen und eine zurückhaltende Farbgebung geprägt. In der Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Hamburgischen Sezession im Jenisch Haus werden neben Gemälde und Graphiken auch Plastiken zu sehen sein. Thematisch reicht der Reigen der Ausstellung von Porträts, über Stillleben und Tierdarstellungen bis hin zu Blicken auf die Stadt und den Hamburger Hafen. Weitere Bilder setzten sich mit den Themen Krieg, Mythos und Religion, aber auch mit Themen wie Freizeit und Reisen auseinander.

Jenisch Haus

Öffnungszeiten

Montag 11 - 18 Uhr
Dienstags geschlossen
Mittwoch bis Sonntag 11 - 18 Uhr