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Chiffren einer Stadt. Photographien von Hans Meyer-Vedenim Rahmen der Triennale der Photographie 2022

ab 20. Mai 2022

Der Fotograf Hans Meyer-Veden hat die Stadt am Strom über mehr als drei Jahrzehnte hinweg in ausdrucksstarken Bildern festgehalten und mit sicherem Blick seine Motive ausgewählt: von Architekturensembles und -details in den schmalen Gassen von Altona und zwischen den Kontorhäusern der Speicherstadt über technische Apparaturen und Anlagen im Hafen bis zur Natur in Stadt und Land und zur immer wieder neu erscheinenden Wasseroberfläche der Elbe. Geboren 1931 in Stade und 1982 nach Altona gezogen hat Hans Meyer-Veden den urbanen Raum in seiner Vielfalt und seinem Wandel bis zu seinem Tod im Jahr 2018 in seiner ihm eigenen Bildsprache fixiert, in der besonders die Abwesenheit der Menschen auffällt. Im krassen Gegensatz zu den Vertretern der klassischen Street Photography rückte Meyer-Veden die Bewohner der Stadt nicht in den Fokus seiner Aufnahmen. Diese besondere Haltung hat er selbst mit einem „radikale[n] Wechsel in der Gebrauchsweise von Photographie“ erklärt, die er 1982 in der Begegnung mit der Großstadt als notwendig empfand: Weg von der „Ästhetik eines repräsentativen Augenblicks“ hin zu einer „auf das Ganze gerichteten Beobachtung“. Ergänzt wird die Ausstellung um drei Interventionen: Eine Werkgruppe des Fotografen Michael Meyborg zeigt das Leben der vor allem türkischstämmigen Gastarbeiter in Altona um 1980, der Film „Terrible Houses in Danger“ der mpz Filmgruppe holt den Protest der Hausbesetzer an der Hafenstraße bis 1985 ins Bild und die seit 1999 entstandenen Arbeiten des Street-Art Künstlers TONA  laden zu einer aktuellen Form der visuellen Auseinandersetzung mit der urbanen Gesellschaft am Fluss ein.

Jenisch Haus

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Öffnungszeiten

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