Bild

5 Fragen an... Laura Lühnenschloss

Rund um die Viermastbark PEKING arbeiten spannende Persönlichkeiten, die das Schiff pflegen, restaurieren und seine Geschichten erzählen. Wer sind diese Personen und was steht für sie im Fokus ihrer Arbeit? Wir stellen 5 Fragen an die Menschen rund um das Schiff!

Was ist Ihre Aufgabe auf der PEKING?

Als stellvertretende technische Leiterin kümmere ich mich hauptsächlich um die Wartung und Instandsetzung. Dabei liegt mein Hauptaugenmerk auf der Takelage.

Für wen ist die PEKING interessant, wen wollen Sie damit erreichen?

Wir wollen vielseitige Attraktionen darstellen und das Schiff somit für Besucherinnen und Besucher jeden Alters interessant machen. Auch ist es uns sehr wichtig, interessierte Menschen zum Ehrenamt zu motivieren, um gemeinsam mit ihnen das Schiff in seinem guten Zustand zu halten.

 

Woran denken Sie, wenn Sie an die PEKING denken?

Ich denke an drei sehr arbeitsreiche, intensive und unvergessliche Jahre, in denen ich als Taklerin in einem großartigen Team die Takelage der PEKING restauriert habe.

Welche Rolle hätten Sie auf einer Überfahrt der PEKING am liebsten übernommen?

Ich wäre gerne als Bootsmannsmaat gefahren, um beim Bootsmann die alten Tricks und Kniffe zu lernen.

Was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre auf der PEKING?

Ich wünsche mir, dass die PEKING ein Knotenpunkt für die junge Hamburger und norddeutsche „Tradi-Szene“ wird. Dabei hoffe ich auf lebendigen Austausch in diversen seemännischen Bereichen (z. B. Takeln, Holzspierenbau, Schmieden, Segelreparatur, Netze knüpfen…), um alte maritime Handwerkskünste wieder aufleben zu lassen. Ich denke, dass die PEKING hierbei eine perfekte Bühne für Workshops und Seminare bietet.

Bild

Laura LühnenschlossStellvertretende technische Leiterin der PEKING

Laura ist stellvertretende technische Leiterin der PEKING. Ihre Liebe zur See und zu Großseglern wuchs bereits in ihrer Jugend durch Windsurfen und Jolle-Segeln auf Rügen, wo sie einige Jahre lebte. Als Kutter-Skipperin und Segellehrerin in den Sommermonaten hat sie im Winter auf Werften mitgeholfen. Die kleinen Boote wurden dann stetig größer. Schließlich hörte sie von dem Dreimast-Toppsegelschoner „Thor Heyerdahl“, einem Traditionssegelschiff, das mit Jugendlichen Segelprojekte fährt, und sich durch viele ehrenamtliche Hände „über Wasser“ hält. Dort ist sie viele Jahre gefahren, längere Strecken über mehrere Monate über den Atlantik nach Mittelamerika und zurück. Diese Seereisen haben ihr so gut gefallen, dass sie in den Niederlanden an eine Seefahrtschule ging, um ihre „Papiere“ zu machen. Anschließend fuhr sie einige Jahre als Berufsmatrosin, später als nautische Wachoffizierin. Auf See wurde sie durch die alten, noch fahrenden Bootsleute mit dem Takelhandwerk infiziert. 2015 stieß sie auf Jochen Gnass und Georg Albinus, zwei Inhaber von Takler- und Bootsbauerfirmen in Hamburg. Sie wollten mit ihr auf der „Rickmer Rickmers“ arbeiten. Anschließend stand der Neubau einer Dreimast-Bark für die indonesische Marine an, die „Bima Suci“. Schon damals wurde gemunkelt, es gäbe ein Riesenprojekt  - die Restaurierung einer Viermast-Bark! Die letzten drei Jahre hat Laura bei der vollständigen und originalgetreuen Restaurierung der Takelage der PEKING als Taklerin mitgewirkt, und kennt nun jeden Schäkel im Rigg! Seit Abschluss der Arbeiten im Mai 2020 arbeitet sie als Stellvertretende Technische Leiterin auf der PEKING.

Mail

Die Viermastbark PEKINGEin Schiff und seine Geschichte

Die bewegte Geschichte der PEKING kann ausführlich in der neuen Ausgabe von  „Hamburg History Live“, dem Magazin der Stiftung Historische Museen Hamburg, nachgelesen werden. Das Magazin ist im Zeitschriftenhandel und in den Museumsläden der Stiftung erhältlich oder kann über www.hamburg-history-live.de bestellt werden.

Bild