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AXENSPRUNG THEATERzu Gast im Museum für Hamburgische Geschichte

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Theaterabende von AXENSPRUNG aufgrund der steigenden Infektionen abgesagt worden sind.

Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, dass wir die Aufführungen sobald wie möglich nachholen können. Bleiben Sie gesund!

Das Axensprung Theater ist gleich mit zwei Produktionen bei uns im Museum für Hamburgische Geschichte zu Gast. An zwei Terminen präsentiert das Ensemble "Gier. Weimar - Die erhitzte Republik" und an darauffolgenden Tagen das Stück "Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse".

"Gier" ist der erste Teil der Weimar-Trilogie und thematisiert die ersten Jahre einer angefeindeten Republik, das Aufkommen populistischer Propaganda und zahlloser Politikermorde und die ungebändigte Lebensgier einer jungen Nachkriegsgeneration.

Der zweite Teil der Weimar-Trilogie erzählt von den sogenannten Goldenen Zwanzigern, die beibleibe nicht für alle golden waren. Die Protagonisten erleben hautnah, wie Deutschlands Weg in den Völkerbund von nationalen Kräften verhindert werden soll, unglaublliche Erfolge in Wirtschaft, Kunst und Politik sowie den Aufstieg des Varietétheaters "Alkazar" auf der Reeperbahn - und den Jazz.

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Gastronomie

Die Bastion hat von 19 bis 22 Uhr geöffnet. Genießen Sie in entspannter Atmosphäre ein Getränk vor oder nach der Vorstellung. 

 

Eintrittspreise

30 €, ermäßigt 20 €

Einlass und Ticketverkauf ab 18.30 Uhr

Es gilt die 2G-Regel!

Bitte halten Sie Ihre entsprechenden Nachweise und Ihren Personalausweis bereit.

Alle Informationen zu den Schutzmaßnahmen finden Sie hier.

 

 

Selbstverständlich können Sie auch gern kurzfristig ohne Anmeldung zur Abendkasse ab 18.30 Uhr kommen.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Gier Weimar - Die erhitzte Republik

Zur Geschichte/Handlung

Die Frühphase der Weimarer Republik war geprägt von den unmittelbaren Kriegsfolgen, gewaltiger Arbeitslosigkeit, Hyperinflation, der politischen Isolation Deutschlands und dem ungeheuren Druck durch den Versailler Vertrag. Daraus resultierten zahlreiche Umsturzversuche und politische Morde. Durch kluge Außen- und Wirtschaftspolitik gelang es Politikern wie Rathenau und Stresemann zunehmend, Deutschland zu einem anerkannten demokratischen Teil Europas mit entsprechendem Wohlstand zu entwickeln, wenn dann nicht 1929 die Weltwirtschaftskrise und in Folge eine zunehmende populistische Demokratie-Anfeindung eingebrochen wäre. 

 

So grau oftmals die politische Wirklichkeit, so glanzvoll waren Kunst und Kultur in den 1920er-Jahren, die frei von Zensur zur Entfaltung gelangen konnten und einen rasanten Aufschwung erlebten. Die 1918er Revolution setzte sich in allen Kunstgattungen fort. In der verbreiteten Erinnerungskultur stehen diese Jahre für Aufbruchsstimmung und kulturelle Experimentierfreudigkeit, für ausschweifende Partys und ungestillte Vergnügungssucht. Vor allem der Jazz infizierte die Vergnügungshungrigen. Revuen und Tanzlokale gehörten in den Städten zum Lebensstil der "Goldenen Zwanziger", die allerdings so golden nur für wenige Reiche waren. Frauen distanzieren sich erstmals von der traditionellen Rollenzuweisung und entwickelten, ungehemmt von Prüderie und hierarchisierten gesellschaftlichen Normen wie zu wilhelminischer Zeit neue Lebensformen und bis dahin unbekannte Lebensentwürfe. Einem kollektiven Rausch gleichend gierten viele Menschen nach all dem, was ihnen in den entbehrungsreichen Jahren des Krieges so lange vorenthalten wurde: Genuss, Lebensfreude, Eros.

In die sich verwebenden Handlungsstränge unserer Protagonisten treten real-historische Personen wie Walter Rathenau, Gustav Stresemann, Erich Ludendorff, Matthias Erzberger und Fritz Schumacher sowie der bekannte kleine Gefreite, der „beschloss, Politiker zu werden“. Diese Personen bestimmen den politischen und gesellschaftlichen Rahmen, in die sich unsere Protagonisten mehr und mehr verstricken:

Hamburg, Anfang der 20er Jahre: Die Stadt hat die Nachkriegshungerwellen, den Einmarsch der Reichswehr mit Toten und Verletzten und den Kapp-Putsch überstanden.

 

Martha Knies ist mit ihren drei Kindern auf der Flucht vor ihrem rechtsradikalen Ehemann Rudolf in eine winzige Wohnung im sogenannten „Gängeviertel“ gezogen. Sie hat sich mittlerweile der KPD angeschlossen, die ihr ein Studium an der Kunstgewerbeschule ermöglicht. Martha verliebt sich in ihre Mitstudentin Lucy Lewin und kommt darüber in Kontakt zur künstlerischen Avantgarde und zu einem Freundeskreis, wie er unterschiedlicher nicht sein könnte. Doch ihr politisches Engagement und die Angst vor ihrem Mann isoliert sie mehr und mehr. Als die KPD unter immer stärkeren Einfluss der Sowjetunion gerät und die endgültige Weltrevolution mit Gewalt umsetzen will, muss Martha sich entscheiden.

Lucy Lewin, Nichte eines bekannten Berliner Mäzens moderner Kunst, lernt Martha beim Studium kennen und wird deren beste Freundin. Sie kennt und verehrt Lavinia Schulz, eine radikale Hamburger Avantgarde-Künstlerin. Lucy ist ein Freigeist: wild und impulsiv, nimmt sich das, worauf sie gerade Lust hat; auch in sexueller Hinsicht. Da sie politisch desinteressiert ist, Politik geradezu verabscheut, prallen die Wertesysteme der beiden Frauen mehr und mehr aufeinander. Martha versucht ihr klar zu machen, dass ohne politisches oder gesellschaftliches Engagement jede Freiheit in Gefahr gerät. Als Lucy dies endlich erkennt, ist es bereits zu spät.

Paul Schätzing. Bauingenieur und überzeugter Anhänger der Republik. Wurde im Krieg schwer am Gesicht verwundet. Martha bewahrt ihn vor einer tiefen Depression und bringt ihn dazu, bei Oberbaudirektor Schumacher vorzusprechen. Dieser arbeitet gerade an den Plänen für den Abriss des südlichen Gängeviertels, um dort ein neues Kontorhausquartier aufzubauen. Schätzing liebt und verehrt Martha. Da jedoch genau ihr Viertel abgerissen werden soll, gerät er in einen massiven Gewissenskonflikt. Er versucht Martha mit dem Versprechen einer bezahlbaren Neubauwohnung zum Auszug zu bewegen.

Karl Otto („Karlo“) Rettmann tritt als Musiker und Entertainer in den großen Etablissements der Stadt auf. Martha lernt ihn bei einem Auftritt im „Floratheater“ – kennen, das allerdings kurz darauf, wie viele Tanzlokale und Kneipen in dieser Krisenzeit, schließen muss. Karlo gerät in finanzielle Abhängigkeit von…

Andersen. Früherer Hilfskellner und Drogenhändler, der durch krumme Geschäfte und geschickte Spekulationen während der Inflation zu einem Vermögen kommt.

Rudolf Knies. Freikorpsmann der ersten Stunde. Kämpft nach dem Krieg für die Freikorps im Baltikum weiter und nimmt am Kapp-Putsch teil. Wird nach dessen Scheitern außer Dienst gestellt. Knies schließt sich der geheimen „Organisation Consul“, einer rechtsradikalen Terrororganisation an, die es auf vermeintliche Verräter an der „deutschen Sache“ abgesehen hat. Zu den Opfern gehören der Unterzeichner des Waffenstillstandsabkommens Erzberger und Außenminister Rathenau. Ziel ist die Destabilisierung der Republik. Knies sucht gegen Marthas Willen Kontakt zu seinem Sohn, um ihn in völkisch erziehen zu können und droht mit Marthas Entmündigung und Einweisung ins Irrenhaus.

Axensprung Theater arbeitet mit wenigen signifikanten Versatzstücken und einem sparsamen Bühnenbild, damit die Produktionen an allen Orten aufgeführt werden können, die ein inhaltliches Interesse an einer Kooperation haben. Markenzeichen der Gruppe sind intensives Theaterspiel und großflächige Hintergrundprojektionen aus Video- und Bildmaterial, Toncollagen und Livemusik.

 

Vulkan Weimar zwischen Glanz und Gosse

„Vulkan“ erzählt von den enormen Widersprechen und der Zerbrechlichkeit der Freiheit in den Goldenen Zwanzigern, die nicht für alle golden waren. Die Protagonisten erleben hautnah, wie Deutschlands Weg in den Völkerbund von nationalen Kräften verhindert werden soll. Die erste Deutsche Demokratie steht schon wenige Jahre nach ihrer Gründung auf dünnem Eis. Es geht um uns Menschen in widersprüchlichen Zeiten und die Zerbrechlichkeit der Freiheit in der Weimarer Republik der späten 20er Jahre. Und lässt uns spüren, wie Menschen in Zeiten rasender Veränderung träumen, hoffen und handeln.

 

Um die Wirrnisse dieser Zeit nacherlebter zu machen, werden die Handlungsstränge der fiktiven Protagonisten mit realen historischen Persönlichkeiten und Geschehnissen verwoben.

Mit: Oliver Hermann, Angelina Kamp, Mignon Remé, Erik Schäffler, Markus Voigt
Text und Regie: Erik Schäffler
Liedtext und Musik: Markus Voigt
Illustration: Andreas Kramers
Produktionsleitung: Oliver Hermann


Kostüm: Frauke Volkmann
Weitere Informationen zum Stück: axensprung-vulkan.de

 

Alle Veranstaltungen im Überblick12. – 23. Januar 2022

*ENTFÄLLT* Gier. Weimar - Die erhitzte Republik
12.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Gier. Weimar - Die erhitzte Republik

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
13.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
14.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
15.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
16.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Gier. Weimar - Die erhitzte Republik
19.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Gier. Weimar - Die erhitzte Republik

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
20.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
21.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
22.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse
23.01.2022 19:30 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte

*ENTFÄLLT* Theater: Vulkan. Weimar zwischen Glanz und Gosse